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Totgeburten können zu Langzeit-Depressionen führen

Frauen sind nach einer Totgeburt eher von einer länger andauernden Depression betroffen als jene, die diese Erfahrung nicht machen mussten.

Foto: BilderBox.com

Eine Totgeburt kann zu schweren Depressionen führen.

Eine Studie, die in der März-Ausgabe des Fachmagazins Paediatric and Perinatal Epidemiology veröffentlicht wurde, legt nahe, dass Frauen, die ein Kind tot geboren haben, nach Ablauf einer sechsmonatigen Trauerzeit bis drei Jahre nach der Geburt hinsichtlich einer Depression monitorisiert werden sollten.

Die Daten belegen nämlich, dass diese Frauen ein signifikant höheres Risiko der Entwicklung von Langzeit-Depression haben, wenn sie vor der Geburt keine Depression hatten.

An der Studie nahmen 797 Frauen aus 59 US-amerikanischen Krankenhäusern teil, die in den Jahren 2006 bis 2008 ein Kind geboren hatten. 275 davon mussten die Erfahrung einer Totgeburt machen.

Im Jahr 2009 füllten die Frauen einen Fragebogen aus, der den Forschern dazu diente, Symptome einer Depression zu erkennen. Jene mit einem Score über 12 auf der Edinburgh Depression Scale wurden als gegenwärtig depressiv eingestuft.

Die Analyse ergab, dass nach der Bereinigung von Störfaktoren Frauen ohne Depressions-Historie, die eine Totgeburt erlitten hatten, einen signifikant höheren Depression-Score aufwiesen als jene, die lebende Kinder zur Welt gebracht hatten.

Carol J. R. Hogue, Corette B. Parker, Marian Willinger, Jeff R. Temple, Carla M. Bann, Robert M. Silver, Donald J. Dudley, Janet L. Moore, Donald R. Coustan, Barbara J. Stoll, Uma M. Reddy, Michael W. Varner, George R. Saade, Deborah Conway, Robert L. Goldenberg and on behalf of the Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development Stillbirth Collaborative Research Network Writing Group
The Association of Stillbirth with Depressive Symptoms 6–36 Months Post-Delivery
Paediatric and Perinatal Epidemiology, first published online: 14 Feb 2015, doi: 10.1111/ppe.12176