Menü Logo medONLINE.at

Spitalsärzte: Tirol legt TILAK Angebot für Übergangslösung vor

Tirol möchte dem Landeskrankenanstaltenbetreiber TILAK 11,2 Millionen Euro für staffelweise Gehaltsnachbesserungen zur Verfügung stellen, teilte das Land in einer Aussendung mit.

Landeshauptmann Günther Platter

LH Günther Platter winkt mit Zulagen
für die 900 Tiroler Landesärzte und einer
Übergangsregelung für das laufende Jahr.

Am Donnerstagabend trafen sich der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Landesrat Bernhard Tilg, Vertreter der Ärzteschaft, des Landeskrankenanstaltenbetreibers TILAK, des Zentralbetriebsrates und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst zu einer Verhandlungsrunde über die Ärztegehälter unter den Auswirkungen des Krankenanstaltenarbeitszeitgesetzes.

Land Tirol legt Angebot für Übergangslösung im laufenden Jahr vor

Das Land Tirol möchte der TILAK basierend auf dem “Gehaltsschema Alt” für staffelweise Gehaltsnachbesserungen bei den 900 Ärztinnen und Ärzten für 2015 insgesamt 11,2 Mio Euro (ohne Dienstgeberbeiträge) zur Verfügung stellen. Dafür sollen sich die Spitalsärzte bereit­erklären, mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Weiters ist angedacht, in den kommenden zwei bis drei Jahren an den Landeskrankenhäusern 80 bis 100 zusätzliche Ärztinnen und Ärzte anzustellen.

Im Gegenzug verlangen Platter und Tilg, dass die Ärztevertreter und der Betriebsrat einer Betriebsvereinbarung für das Jahr 2015 zustimmen, die eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ermöglicht. Bis Jahresende möchte das Land Tirol ein tragfähiges Modell für die Zukunft ausarbeiten.

In der kommenden Woche sollen die Landesärzte in einer Urabstimmung über den Vorschlag des Landes abstimmen. Wie es mit den Gehältern der Ärzte an den Bezirksspitälern weitergehen wird, wurde am Donnerstag nicht erörtert, da die Spitäler von den Gemeindeverbänden verwaltet werden.

Quelle: Amt der Tiroler Landesregierung, APA