Menü Logo medONLINE.at

TILAK: Spitalsaerzte bekommen höhere Gehälter

Am 7. April beschloss die Tiroler Landesregierung ein 11,2 Millionen Euro schweres Gehalts- und Maßnahmenpaket, das für jene Ärzte gilt, die an den TILAK-Spitälern beschäftigt sind. Die ausverhandelte Übergangslösung gilt für das Jahr 2015.

Landeshauptmann Günther Platter

LH Günther Platter: Tirol beschloss 11,2 Mio. Euro-Gehaltsanpassung

Dem Landeskrankenhauserhalter Tilak werden für staffelweise Gehaltsnachbesserungen 11,2 Millionen zur Verfügung gestellt. Landeshauptmann Günther Platter zufolge werde es nun auch Verhandlungen über eine gänzlich neue Arbeitszeit-Regelung geben.

Gehaltserhöhung bei Bundesärzten

Platter geht davon aus, dass auch bei den Bundesärzten die “Reise in diese Richtung gehen” werde. Das Rektorat der Universität und der Betriebsrat hatten sich zuletzt auf eine Gehaltserhöhung verständigt. Nähere Details der Einigung, die noch vom Ministerium abgesegnet werden muss, wurden vorerst nicht bekannt gegeben.

Auch nicht-ärztliches Personal will mehr Geld

Auch das nicht-ärztliches Personal an den TILAK-Häusern fordert höhere Gehälter. Argumentiert wird damit, dass das Pflegepersonal bereits jetzt Aufgaben des ärztlichen Personals übernommen habe und ab Mittes des Jahres weitere Bereiche hinzukommen würden. Laut dem TILAK-Zentralbetriebsrat Gerhard Hödl stellen sich die Angestellten der Verwaltung und das nicht-ärztliche, medizinische Personal Gehaltserhöhungen von 20 Prozent vor. Als Argumentationsgrundlage werden Unterschriften gesammelt.

Gehälter der Ärzte in Bezirksspitälern

Auch im Gehaltskonflikt mit den an den 584 an den Bezirksspitälern beschäftigten Medizinern werde weiter verhandelt. Die von den Gemeindeverbänden finanzierten Bezirkskrankenhäuser Lienz, St. Johann, Kufstein, Schwaz und Reutte und das Ordensspital St. Vinzenz in Zams hatten den dort angestellten Spitalsärzten Ende März ein Angebot über 3,7 Millionen Euro für eine Übergangslösung für das heurige Jahr 2015 vorgelegt, das eine Gehaltserhöhung beinhaltet. Damit sollen die Grundgehälter der Spitalsärzte an das Niveau der Landesärzte angeglichen werden. Die Hälfte des Betrages werde vom Land Tirol kommen, so Platter. Dieses Angebot war den Ärztevertreter jedoch zu gering, sie fordern sieben bis acht Millionen Euro.

>> Ergebnis der Befragung der TILAK-Ärztinnen und Ärzte zur Ärztearbeitszeitregelung

Quelle: APA