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Stelzl: Innovative medizinische Testverfahren

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Vor mir sitzt ein am respiratorischen Infekt erkrankter Lehrer. Auf die Frage nach Dauer, Symptomen, Fieber etc. hat er nur eine Antwort: „Es ist sicher bakteriell, ich benötige ein Antibiotikum.“ Ich will mich nicht ganz widerstandslos und ohne selber ein bisschen herumzudiagnostizieren dieser Ansicht fügen und frage: „Wie können Sie sich da so sicher sein?“ „Na, der Waschbeckentest!“ „Waschbeckentest???“, frage ich voll der Ratlosigkeit. „Ja, kennen Sie den nicht? Wenn man den Schleim ins Waschbecken spuckt und er kleben bleibt, ist es bakteriell, wenn er weiterrutscht, ist es viral!“ Nein, in der Tat. Den kannte ich noch nicht. Und ich will mir das jetzt auch gar nicht bildlich vorstellen.

Da ich trotz des ausgeklügelten Testverfahrens nicht bereit bin, ein Antibiotikum zu rezeptieren, untersuche ich den guten Mann. Lunge frei, kein Fieber, Rachenhinterwand rot und aufgelockert, keine Stippchen. Also traue ich mich zu sagen, dass der Schleimtest lügt. Ich finde, das ist ein klassischer viraler. Um meine Diagnose auf Beine zu stellen, die fest genug sind, dem Waschbeckentest zu trotzen, mache ich ein Blutbild und ein CRP und rezeptiere Paracetamol, Hustensaft und Nasenspray. Trotzdem ist es kein ganz glücklicher und überzeugter Patient, der da mein Sprechzimmer verlässt.

W wie Waschbeckentest

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