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Spitalsärzte: Häupl verteidigt KAV-Strategie

Michael Häupl positioniert sich zum Abbau von mehr als zehn Prozent der Dienststellen beim Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), der aus einem Papier des Krankenhausträgers hervorgeht.

Dr. Michael Häupl, Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann

Dr. Michael Häupl, Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann: “Wenn man Arbeitszeit verkürzt, Nachtdienste einspart und bestimmte Strukturreformen durchführt, wird es zu einer entsprechenden Reduktion kommen.”

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl verteidigte am 17. Februar die am Vortag publik gewordenen Pläne, im Zuge der neuen Arbeitszeiten- und Gehaltsregelung bis zum Jahr 2018 von den beim KAV angestellten Medizinerstellen 382 abbauen zu wollen.

Häupl zufolge liege eine entsprechende Vereinbarung vor, der die Ärztekammer zugestimmt habe. Die Zustimmung betreffe auch jene Maßnahmen, von denen man heute so tue, als ob sie neu wären, so der Bürgermeister. Gegenüber der APA erwähnte Häupl, dass ihm die konkreten Zahlen nicht geläufig seien. Dennoch werde es zu einer entsprechenden Reduktion kommen, wenn man die Arbeitszeit verkürze, Nachtdienste einspare und bestimmte Strukturreformen durchführe.

Ursprünglich habe die Stadt die Intention gehabt, die von der EU vorgeschriebene Richtlinie in Sachen Maximalarbeitszeit für Spitalsärzte bei vollem Lohnausgleich umzusetzen. In Wien komme es jedoch nicht nur zu einem vollen Lohnausgleich, es sei darüber hinaus auch noch ein Plus dabei. Von Einsparungen könne man in diesem Fall nicht sprechen, schließlich koste dieses Paket jährlich rund 20 Millionen Euro.

Die Androhung der Ärztekammer, den Pakt mit Stadt, KAV und Gewerkschaft im Notfall wieder aufzukündigen, sollte die Stadt ernst machen, könne Häupl nicht nachvollziehen, denn schließlich gebe es eine Vereinbarung, welche auch die Unterschrift des Ärzetkammerpräsidenten trage. Und dieser werde ja wohl wissen, was er unterschrieben habe. Aus diesem Grund mahnte das Wiener Stadtoberhaupt mit den Worten “pacta sunt servanda” Vertragstreue ein.

Quelle: APA