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Spitalsärzte: Gehaltsverhandlungen in Oberösterreich

Der Linzer Bürgermeister kritisiert die Nachbesserungen bei der Reform des Gehaltsschemas der oberösterreichischen Spitalsärzte.

Pühringer betonte einmal mehr, dass die neue Lösung - Wegfall der Ambulanzgebühren und im Gegenzug Grundgehaltserhöhungen von 15 bis 20 Prozent - mehr Gerechtigkeit bringe. Alle, die bisher weniger als 140.000 Euro Jahresgehalt bekamen, hätten einen Umstiegsgewinn von bis zu 6.000 Euro, rechnete er vor. Wer im alten System bleibt, dem würden die Ambulanzgebühren "maßvoll" gekürzt: Ein Arzt, der bisher beispielsweise 50.000 Euro an Gebühren kassierte, bekomme künftig 48.500

Die neue Lösung sieht für oberösterreichische Spitalsärzte den Wegfall der Ambulanzgebühren und im Gegenzug Grundgehaltserhöhungen von 15 bis 20 Prozent vor. Mediziner, die bisher weniger als 140.000 Euro Brutto-Jahresgehalt bekamen, können laut LH Pühringer mit einem Umstiegsgewinn von bis zu EUR 6.000 brutto rechnen. Wer im alten System bleibt, dem würden die Ambulanzgebühren “maßvoll” gekürzt: Ein Arzt, der bisher beispielsweise EUR 50.000 an Gebühren kassierte, bekomme künftig 48.500.

Die Reform des Gehaltsschemas der oberösterreichischen Spitalsärzte, die zwischen der Ärztekammer und dem Land ausgehandelt wurde, erhitzt die Gemüter. Das Angebot von LH Pühringer wurde vom Linzer Bürgermeister stark kritisiert.

Am 13. Februar veröffentlichte die Ärztekammer für Oberösterreich auf ihrer Website die Ergebnisse der Detailverhandlungen über das Spitalsärztepaket.

Landeshauptmann Josef Pühringer, der auch als Gesundheits- und Finanzreferent fungiert, besserte das Gehaltspaket für die oberösterreichischen Ärzte vor der Ärzte-Urabstimmung nach und garantierte laut OÖN allen Spitalsärzten, die in das neue System (ohne Ambulanzgebühren) umsteigen und bislang insgesamt über ein Brutto-Jahresgehalt von EUR 140.000 Euro verfügten, ein Mehr von EUR 6.000 brutto. Bisher habe dieses Angebot nur für Jahresverdienste bis EUR 120.000 gegolten. Man werde nun auf die “Einschleifregelung” verzichten. Pühringer zufolge sollen insgesamt 80 Prozent der Ärzte von der Neuregelung profitieren, vor allem die jüngeren. Mediziner, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, könnten nun mit einem Überstunden-Satz von 125 Prozent rechnen.

Ihr auf dem mit dem Land OÖ ausverhandelten Gehaltspaket basierendes Salär können sich die gespag-Ärzte hoffentlich bald ausrechnen. Nach einer kurzen Testphase soll der Gehaltsrechner in den jeweiligen Häusern intern online gehen.

Linzer Bürgermeister Luger lehnt nachgebessertes Gehaltsangebot an die oö. Spitalsärzte ab

Klaus Luger

Klaus Luger lehnte die Basar-Mentalität ab und
kritisiert Pühringers Vorgehensweise als “abgehoben”.

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger lehnte Pühringers Angebot vom Freitag ab und erklärte in einer Aussendung, dass man zu seinen ausverhandelten Positionen stehen solle. Das gemeinsam mit dem Gemeinde- und Städtebund ausverhandelte Gehaltspaket, das Pühringer nun um ein “Umstiegs-Zuckerl” bereichern wolle, stelle erneut eine finanzielle Belastung für die Kommunen dar. Luger unterstellte Pühringer, dass dieser Bedenken habe, sein Paket könne bei der Ärzte-Urabstimmung abgelehnt werden.

Pühringer verteidigt Angebot: Nicht abgehoben

Pühringer verteidigte Samstagnachmittag das von Luger kritisierte Gehaltsangebot an die Spitalsärzte: Er habe nicht abgehoben reagiert, sondern nur im vereinbarten Rahmen, so Pühringer. Die Grundsatzvereinbarung habe noch keine technischen Details vorgesehen, die nunmehrige Ausschleifregelung sei auf Wunsch der Ärztekammer fixiert worden.

Quelle: APA