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Sex sorgt für robuste Gesundheit

Jahrzehntelang kursierten Theorien über den genetischen Vorteil der sexuellen Fortpflanzung, sie konnten aber nicht bei Menschen nachgewiesen werden. Forscher aus Montreal, Kanada, konnten nun belegen, dass die Prädisposition der Menschheit für Krankheiten allmählich abnimmt – und zwar in Abhängigkeit von der Durchmischung des genetischen Materials.

© iStockphoto, Dean Mitchell

Die Prädisposition der Menschheit für Krankheiten nimmt allmählich – abhängig von der Durchmischung des genetischen Materials – ab.

Unter der Leitung von Philip Awadalla entdeckten kanadische Wissenschaftler, dass jene Segmente des humanen Genoms, die sich nicht so häufig wie andere rekombinieren, einen signifikant größeren Anteil an genetischen Mutationen beherbergen, die Erkrankungen ermöglichen.

Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, verwendeten sie die Sequanzierungsdaten von mehr als 1.400 Personen im multinationalen “1000 Genomes” und im kanadischen “CARTaGENE Project“. Bis die Rekombination der Chromosomen schließlich auftritt, akkumulieren diese Segmente mehr und mehr unvorteilhafte Mutationen. Ihre Entdeckung publizierten die Forscher im Fachmagazin Nature Genetics.

Was also die Anfälligkeit für Krankheiten betrifft, verschlechtert sich unser genetisches Material, bevor es sich verbessert. Allerdings können die Krankheits-ermöglichenden Mutationen aus dem genetischen Code durch sexuelle Fortpflanzung abgewälzt werden. Awadalla zufolge liegen diese Mutationen auf den weniger dynamischen Segmenten des Genoms brach und können womöglich noch Hunderte Generationen dort verbleiben.

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Julie G Hussin, Alan Hodgkinson, Youssef Idaghdour, Jean-Christophe Grenier, Jean-Philippe Goulet, Elias Gbeha, Elodie Hip-Ki , Philip Awadalla
Recombination affects accumulation of damaging and disease-associated mutations in human populations
Nature Genetics, Published online 16 February 2015, doi:10.1038/ng.3216

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