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Schmutziges Wasser sorgt für hohe Mortalität unter Frauen

Durch schmutziges Wasser und schlechte sanitäre Zustände verbreitete Erkrankungen zählen weltweit zu den fünfthäufigsten Todesursachen von Frauen. Sie verursachen mehr Todesfälle als AIDS, Diabetes oder Brustkrebs.

Nanuka Adhikari (leuchtend roten Kleidern, mit Baby) und Familie tragen Wasser von einer unsicheren Quelle bis einen steilen Berghang in Tosramkhola VDC, Sindhuli, Nepal, November 2011.

Nanuka Adhikari (rotes Kleid, mit Baby) und ihre Familie tragen Wasser von einer unsicheren Quelle über einen steilen Berghang in Tosramkhola VDC, Sindhuli, Nepal.

Gleich nach Herzkrankheiten, Schlaganfällen, Infektionen der unteren Atemwege und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen kommen Erkrankungen, die durch den fehlenden Zugang zu sauberen Toiletten und sauberem Wasser ausgelöst werden. Pro Jahr sterben knapp 800.000 Frauen, weil ihnen diese grundlegenden Hygienebedingungen fehlen, erklärten Vertreter der Entwicklungsorganisation WaterAid, die Daten des Institute of Health Metrics analysiert hatten.

© United Nations 2015Obwohl die Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht definiert haben, müssen weltweit 370 Millionen Frauen darauf verzichten. Mehr als eine Milliarde Frauen hat zudem keinen Zugang zu einem sicheren WC, so die Zahlen von WaterAid.

Schmutziges Wasser und schlechte Sanitärbedingungen sind die Wurzel von Problemen wie der Mütter- und Kindersterblichkeit sowie sexueller Gewalt. In Entwicklungsländern bringen unzählige Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt, ohne über sauberes Wasser zu verfügen, wodurch sie selbst und ihre Kinder einem enormen Gesundheitsrisiko ausgesetz werden.

Darüber hinaus zählt in vielen armen Ländern das Wasserholen zu den Aufgaben von Frauen und Mädchen, die jeden Tag stundenlang von Brunnen zu Brunnen wandern müssen, was Mädchen oftmals vom Schulbesuch abhält.

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Quelle: Reuters