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Perioperatives Gerinnungsmanagement

Foto: YvanDube/iStock

Ein operativer oder invasiver Eingriff bei einem Patienten, der eine Therapie oraler Antikoagulation erhält, erfordert ein umsichtiges Management. Häufig ist ein interdisziplinäres Vorgehen erforderlich.   

Zunächst ist präoperativ unter Einbeziehung aller beteiligten Ärzte das Blutungs- und Thromboembolierisiko einzuschätzen. Dieses hängt zum einen von der Grunderkrankung ab, die zur Antikoagulation des Patienten geführt hat, zum anderen von der Art des operativen Eingriffs. Ein hohes Thromboembolierisiko weisen vor allem kardiale und gefäßchirurgische Eingriffe auf. Ein hohes Blutungsrisiko besteht bei größeren abdominalchirurgischen, orthopädischen und neurochirurgischen Operationen sowie bei Leber- und Nierenbiopsien. Zu Eingriffen mit niedrigem Blutungsrisiko zählen Endoskopien, Hautbiopsien sowie Hernienoperationen.

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