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MOSS: App zur Früherkennung von Depressionen

Schweizer Forscher kreierten gemeinsam mit einem Unternehmen, das auf die Entwicklung von Smartphone-Applikationen spezialisiert ist, eine Android-App zur Früherkennung von Depressionen. Mit dieser sollen Betroffene mobil, alltagsnah und mit individuellen Verhaltensempfehlungen unterstützt werden.

MOSS

Die Applikation “MOSS” zielt darauf ab, bei Nutzern eine beginnende Depression frühzeitig zu erkennen und individuelle Verhaltensempfehlungen zu geben, um die Depression abzuschwächen oder sogar zu vermeiden.

 

MOSS: Mobile Sensing and Support

Die auf medizinischen und verhaltenstherapeutischen Grundlagen zur Behandlung von Depressionen entwickelten Verhaltensempfehlungen der Applikation “MOSS”, die Wissenschaftlern des UniversitätsSpitals Zürich, der ETH Zürich, der Universität St. Gallen und der makora AG entwickelten, dienen vor allem der Früherkennung von Depressionen.

Die MOSS-App erfasst, sammelt, sammelt und analysiert laufend Daten von Smartphone-Nutzern und gibt anhand von Algorithmen ermittelte individuelle, an die Situation angepasste Verhaltensempfehlungen für die Bereiche Körper, Gedanken, Entspannung und Soziales ab.

Die App läuft selbständig im Hintergrund und erfordert keine aktiven Angaben der Nutzer. So werden etwa Informationen zur körperlichen Aktivität (Bewegung zu Fuß) oder sozialen Kontakten (Anzahl von Anrufen) automatisch erfasst. Aus diesen Angaben erkennt MOSS, dass ein Nutzer in den letzten Tagen das Haus nur selten verlassen hat und keine sozialen Kontakte mehr pflegte.

Basierend auf diesen Informationen würde MOSS beispielsweise empfehlen, wieder einmal einen Spaziergang zu unternehmen oder Freunde zu kontaktieren, um mit positiven Aktivitäten die Symptome zu überwinden oder sich präventiv vor einer Depression zu schützen.

Die an der Entwicklung beteiligte Psychiaterin Dr. Steffi Weidt vom UniversitätsSpital Zürich ist überzeugt, dass die App für Menschen mit depressiven Verstimmungen oder Depressionen eine wesentliche und hilfreiche Unterstützung darstellt und deutlich zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen kann.

>> Studie “MOSS – Mobile Sensing and Support bei Depressionen” der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UniversitätsSpitals Zürich

>> KTI MOSS: Mobile Sensing and Support for People with Depression

Quelle: UniversitätsSpital Zürich