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Morbus Alzheimer und Parkinson: Diagnose per Hauttest

Mexikanische Wissenschaftler entwickelten einen Hauttest, der ein neues Licht auf die Alzheimersche und Parkinsonsche Krankheit wirft. Eine aktuelle Studie belegt, dass Hautbiopsien eingesetzt werden können, um erhöhte Niveaus abnormaler Proteine bei beiden Erkrankungen zu detektieren.

Foto: BilderBox.com

Mittels Hautbiopsien können erhöhte Niveaus abnormaler Proteine bei Morbus Alzheimer und Parkinson entdeckt werden.

 

Im Rahmen der 67. Jahrestagung der American Academy of Neurology, die im April in Washington stattfinden wird, möchte Ildefonso Rodriguez-Leyva von der Universidad Autonoma de San Luis Potosi in Mexiko einen Hauttest präsentieren, der angeblich Morbus Alzheimer und Parkinson erkennt.

Dem Forscher zufolge visualisiert die Biopsie der Haut die gleichen Proteine, die sich bei Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson im Gehirn ablagern.

Untersuchungen an verstorbenen Parkinson-Patienten hatten ergeben, dass sich in der Dermis die gleichen Proteine wie im Gehirn ablagern. In der Studie wurde überprüft, ob dies auch bei lebenden Patienten der Fall ist.

An den Tests nahmen 53 Probanden mit Morbus Parkinson, Alzheimer oder einer anderen Demenzerkrankung teil, die Kontrollgruppe bestand aus zwölf gesunden Personen. Bei den Testpersonen wurde an der Haut hinter dem Ohr eine kleine Biopsie durchgeführt.

Die 20 Alzheimer-Patienten und die 16 Teilnehmer mit Morbus Parkinson verfügten über erhöhte Werte der Proteine Tau und Alpha-Synuclein in der Haut. Bei der Parkinsonschen Krankheit waren zudem die Alpha-Synuclein-Werte erhöht.

Der Hauttest könnte laut Rodriguez-Leyva eine deutlich frühere Diagnose ermöglichen und zu neuen Therapien führen.A llerdings seien noch weitere Studien zur Bestätigung der Ergebnisse erforderlich, so der Forscher.

Quelle: American Academy of Neurology, pte