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KRAGES: Knappe Übergangszeit für burgenländische Spitalsärzte

Bis spätestens Juni soll im Burgenland ein neues Arbeitszeitmodell für Spitalsärzte fertiggestellt sein. Bis dahin erhalten die Mediziner trotz der Änderung der Ruhezeitenanordnung das volle Gehalt.

Gesundheits- und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar und KRAGES-Geschäftsführer DI(FH) Mag. René Martin Schnedl

Gesundheits- und Soziallandesrat Dr. Peter Rezar und KRAGES-Geschäftsführer DI(FH) Mag. René Martin Schnedl

Bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt erklärten der seit dem Vorjahr amtierende Geschäftsführer der burgenländischen KRAGES, Rene Schnedl, und der burgenlänische Gesundheitslandesrat Peter Rezar, dass noch in diesem Jahr ein neues Arbeitszeitmodell für Spitalsärzte beschlossen werden soll. In der Übergangsphase, die laut Schnedl “sehr knapp” gehalten werde, müssten die Ärzte nicht mit Gehaltskürzungen rechnen, auch wenn sich der Spitalsbetreiber an die Arbeitszeitvorgaben halte.

Derzeit werde “in Anbetracht von Strukturen” mit der burgenländischen Ärztekammer verhandelt, wobei es primär nicht um das Gehalt der Mediziner gehe. Eher wolle man im Juni eine “zukunftsträchtige” Lösung mit einer Maximalarbeitszeit von 48 Stunden präsentieren und in den nächsten Jahren Dienstpostenpläne neu schreiben. Diese Strukturmaßnahme werde laut Schnedl völlig anders greifen, als über Gehälter zu sprechen. Rezar ist überzeugt, dass die Planung, “wirklich von den 48 Stunden auszugehen”, die absolut richtige sei.

Neue Regelung erfordert zusätzliche Ärzte

Nun versuche man, Dienstzeitmodelle zu simulieren, mit denen die Anzahl der zusätzlich erforderlichen Ärzte auf einem gesunden Maß gehalten werden könne. Schnedl rechnet durch eine Reform der Diensträder mit etwa 20 bis 30 Ärzten. Sei bei den Dienstzeiten noch etwas zu verändern, würden 20 bis 25 zusätzliche Ärzte reichen. Diese zusätzlichen Kräfte wolle man finden, indem man sie selbst ausbilde.

Quelle: APA