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Kollektivvertrag für oö. Ordensspitäler

Die oberösterreichischen Ordensspitäler und die Gewerkschaft vida einigen sich in der vierten Verhandlungsrunde auf einen Kollektivvertrag. Dabei wurde auch eine Valorisierung von 1,77 Prozent wie im Öffentlichen Dienst beschlossen.

OÖ. Ordensspitäler Koordinations GmbH

Die Vertreter der oö. Ordensspitäler und der Gewerkschaft vida haben sich in der vierten Verhandlungsrunde auf einen Kollektivvertrag geeinigt.

 

Seit 1. März gilt für die Ordenskrankenhäuser Österreichs ein neuer Kollektivvertrag. Die KV-Löhne und Gehälter wurden um 2 Prozent erhöht, ebenso die Zulagen. Durch weitere Verbesserungen ergibt sich laut dem stellvertretenden vida-Vorsitzenden und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Willibald Steinkellner, im Gesamtpaket ein Einkommensplus von durchschnittlich 2,5 Prozent. Erstmals sei es gelungen, neben den kollektivvertraglichen Einkommen auch die Ist-Löhne zu erhöhen. Alle nicht kollektivvertraglichen Entgeltbestandteile und Überzahlungen werden um 1,67 Prozent angehoben. Aus Gewerkschaftssicht sei vor allem die Verbesserung bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld erfreulich. Für die Berechnung der Sonderzahlungen werden künftig auch Überstunden, Überzahlungen und Zulagen aller Art herangezogen, etwa die Sonntags- oder Nachtdienstzulage.

Die Ordensspitäler Oberösterreichs betrifft dieser Abschluss allerdings nicht, da hier ein eigener Kollektivvertrag gilt.

Nach vier Verhandlungsrunden wurde nun auch für die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler ein Kollektivvertrag abgeschlossen – mit einem aus Sicht der Personalvertretung “mehr als herzeigbaren” Ergebnis. Die Gewerkschaft einigte sich mit den Spitalsbetreibern auf eine Gefahrenzulage für Unfallerstversorgung, zentrale Versorgungseinheiten und zentrale Aufnahmestationen, den Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche ab dem vollendeten 51. Lebensjahr, die Anrechnung neutraler Zeiten auf dienstzeitabhängige Bezüge und einen Zusatzurlaub für Kindergartenpädagoginnen.

Der Geschäftsführer der OÖ. Ordensspitäler Koordinations GmbH, Peter Ausweger, erklärte, dass für das gesamte nicht-ärztliche Personal eine nachhaltige Lösung gefunden werden konnte. In einer Aussendung erklärte die Verhandlungsführerin Sonja Reitinger am Mittwoch, dass nun neutrale Zeiten, wie etwa die Karenz, für Gehaltsvorrückungen angerechnet werden. Bei den Verhandlungen mit Gesundheits- und Finanzreferent Landeshauptmann Josef Pühringer werde man nun die Forderung nach deutlichen Einkommenssteigerungen für das nicht-ärztliche Personal einbringen. Sobald diese Gespräche zu einem guten Ergebnis geführt haben, werde man die KV-Verhandlungen mit den Dienstgebern wieder aufnehmen und die Einkommenserhöhung auch im Kollektivvertrag verankern, so Reitinger.

>> 29. Jänner 2015: Ordensspitäler: Plus 2,5 Prozent, Altersteilzeit und früher mehr Urlaub

Quelle: APA