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Dr. Stelzl: Keine wirklich gute Idee

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Ich liebe meinen Job als Hausärztin. In meiner Praxis, mit meinen Patienten und meinen MitarbeiterInnen. Mit den Kollegen aller Fachrichtungen rundherum funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos. Wir versorgen täglich Unmengen von Patienten. In kleineren Praxen vielleicht nur fünfzig pro Tag, in den großen dreimal so viele. Wenn man die alle zusammenrechnet, dann sind es Tausende, die jeden Tag durch unsre Untersuchungszimmer gehen. Deshalb geht mir das ganze Gejammer von wegen medizinischer Unterversorgung der Bevölkerung so auf den Geist.

U wie Unterversorgung

Und wenn wir schon von drohender Unterversorgung reden, wäre es vielleicht angebracht, Kassenplanstellen zu schaffen, statt welche zu streichen. Oder die Honorierung und Arbeitsbedingungen attraktiver zu machen, sodass die geschaffenen Stellen auch besetzt werden können. Ich persönlich kann jedenfalls nach einem Arbeitstag, an dem ich siebzig Leute gesehen habe, nicht mehr hören, dass die Niedergelassenen so faul sind und nur die Ärzte im Krankenhaus schuften. (Die natürlich auch hackeln wie die Depperten, das steht eh nicht in Zweifel.) Vor einiger Zeit habe ich ein Interview mit unserer Gesundheitsministerin gelesen. Quintessenz aus dem Ganzen war für mich: Wir haben eh alles, wir haben genügend niedergelassene Ärzte und ausreichend Personal in paramedizinischen Berufen. Wir brauchen alles nur viel besser zu vernetzen.

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