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KAV-Misere: Erste Nachverhandlungen ohne Resultat

Bei einem Zusammentreffen von Vertretern der Ärztekammer, der Stadt Wien, der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten und des Krankenanstaltenverbundes (KAV) wurde am 18. März erneut über die Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes in den KAV-Spitälern debattiert – allerdings ohne konkretes Ergebnis. Am 20. März werden die Nachverhandlungen fortgesetzt.

Foto: BilderBox.com

KAV, Ärztekammer, Stadt und Gewerkschaft debattierten am Mittwoch ergebnisoffen über die Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes.

 

Nach der ersten Nachverhandlungsrunde zur Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes für Mediziner im Wiener Krankenanstaltenverbund sprachen sowohl Vertreter der  Ärztekammer für Wien als auch die Verhandler der Stadt von einem konstruktiven Gesprächsklima und orten laut APA immerhin gegenseitiges Verständnis.

In einer Aussendung erklärte die Wiener Ärztekammer, dass man die Arbeitszeit, Anzahl der Nachtdienste, Nachtdienstregelung am Wochenende, Arbeitsbedingungen für ältere Ärztinnen und Ärzte, den Ausgleich für die nicht gewährten Ersatzruhetage, Funktionszulagen und die Vorgehensweise des KAV bei der Umsetzung von Rahmenbedingungen diskutiert hatte.

Hermann Leitner, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien und Obmann der Kurie angestellte Ärzte, der nun statt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres die Verhandlungen führt, erklärte nach der Runde, dass das Gespräch in einer bestimmten, aber dennoch äußerst sachlichen Art und Weise stattgefunden habe. Es gebe jedoch nur punktuell gemeinsame Sichtweisen. In etlichen Bereichen gebe es nach wie vor keine Übereinstimmung. Vom konkreten Inhalt des Gesprächs gelangten keine Details an die Öffentlichkeit, da die Verhandler Stillschweigen vereinbart hatten.

Auf Anfrage der APA drang nur die Information aus dem Büro von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, dass das Gesprächsklima gut sei und alle von der Ärztekammer vorgebrachten Punkte besprochen worden seien. Eine Lösung sei allerdings noch nicht erzieolt waren, erklärte eine Sprecherin. Es bleibt abzuwarten, was bei der Fortsetzung des Gesprächs am Freitag herauskommt.

Ein von der Ärztekammer organisierter Demonstrationszug, der am 23. März stattfinden wird, dürfte unabhängig von einer etwaigen vorzeitigen Einigung abgehalten werden. Schließlich stehen auch noch die Arbeitsbedingungen der Ärzte am Wiener AKH auf dem Tablett.

Quelle: APA