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Influenza-Impfstoff wirkt nicht optimal gegen H3N2

Experten des Robert Koch-Instituts und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung sehen als Grund für die schwächere Wirksamkeit der Influenza-Vakzine eine in diesem Jahr kursierende H3N2-Variante, die gegenüber dem Impfstoffvirus leicht verändert ist.

Aktuelle Influenza-Situation in Ö: Weiterhin anhaltend starke Aktivität der Influenzaviren in Österreich. Neben Influenza A(H3N2)Viren können auch Influenza A(H1N1)pdm09 Viren und Influenza B Viren nachgewiesen werden.

Aktuelle Influenza-Situation in Österreich:
Weiterhin anhaltend starke Aktivität der Influenzaviren.
Neben Influenza A(H3N2)-Viren können auch Influenza A(H1N1)pdm09-Viren und Influenza B-Viren nachgewiesen werden.

 

Der Influenzastamm, der im Vorjahr für die Herstellung des Impfstoffs in dieser Influenzasaison herangezogen wurde, war offenbar nicht ganz der Richtige, obwohl sich die Vorhersage auf Daten aus über 100 nationalen Referenzlaboratorien bezieht.

Prof. Carlos Guzmán vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig erklärte in einer Aussendung, dass man weiter an besseren Methoden für die Vorhersagen arbeiten und darüber hinaus nach neuen Impfstoffen suchen müsse, die Schutz gegenüber allen Influenza-A-Typen bieten. Im heurigen Jahr müsse man jedenfalls mit einer stärkeren Grippewelle als in den vergangenen Jahren rechnen. Guzmáns Kollege Prof. Klaus Schughart zufolge scheint das Virus stärkere Symptome als in vorangegangenen Epidemien zu verursachen.

Teilweiser Schutz ist besser als keiner

Die beiden Forscher sind sich einig, dass eine Impfung empfehlenswert ist, auch wenn die aktuelle Vakzine nicht so effektiv wirke wie erhofft. Patienten sollten nicht vor einer Impfung zurückschrecken, denn schließlich schütze der diesjährige Impfstoff erfolgreich gegen das saisonale H1N1- und das Influenza-B-Virus.

>> Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich (DINÖ)

Quelle: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung