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Dr. Stelzl: Schuld ist immer der Hausarzt

stelzl.180Von meinem Großvater, einem weisen alten Arzt, habe ich einiges an brauchbaren und manchmal auch weniger brauchbaren Ratschlägen für mein Berufsleben mitbekommen. Bei den brauchbaren war einer dabei, den ich immer beachte und befolge, und der lautet sinngemäß in etwa so: „Wenn einer vor dir sitzt und dein Patient ist, dann ist es wurscht, ob er Hilfsarbeiter oder Universitätsprofessor für Mathematik ist. Von der Medizin und von seiner Krankheit hat er keine Ahnung. Also musst du ihm alles erklären und noch einmal erklären. Und dann, wenn er sagt, dass er’s verstanden hat, musst du es ihm noch einmal erklären.“

W wie Wiederholung

Anfangs hatte ich gedacht, dass Opa den Rest der Welt für debil hält. Mittlerweise weiß ich, dass es gute Gründe für die ganze übergründliche Erklärerei gibt. Erstens: Der Patient mag mit Quantenteilchen auf du und du stehen oder Häuser bauen, die für die Ewigkeit halten. Deswegen versteht er aber noch nichts von der Medizin. Und aus der Erfahrung mit der Rolle auf der anderen Seite, nämlich als Patient oder Patientenbegleiter, weiß ich, dass man da irgendwie in einem anderen Seinszustand ist. Eine Mischung aus besorgt und etwas langsamer von Begriff und leicht verwirrt mit einem großen Bedürfnis nach Erklärungen und Verständnis und Sicherheit. Also rede ich mit allen meinen Patienten und erkläre und wiederhole und schreibe oft sogar das Ganze noch auf.

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