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Curcumin löscht Erinnerungen

Der in der als Gewürz und Aromaträger eingesetzten Gelbwurzel enthaltene Farbstoff Curcumin kann traumatische Erinnerungen ausradieren.

Foto: Kerstin Huber-Eibl

Curcuma werden entzündungshemmende, chemopräventive und antidepressive Eigenschaften zugeschrieben.

Weltweit beschäftigen sich etliche Forschergruppen mit dem legendären Molekül Curcumin, dem allerhand nachgesagt wird: So soll das in der Gelbwurzel (Curcuma longa) enthaltene Curcumin Brustkrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs blockieren und vor oxidativen Verletzungen schützen.

Neuerdings gibt es sogar eine spezielle Curcumin-Therapie mit der Bezeichnung “spicile” (spice and guided missile), bei der eine leicht metabolisierte, lösliche Formulierung von Curcumin in das Gehirn oder Blut von Mäusen injiziert wird und dort die Bildung von Tumoren blockiert, dabei aber für normale Gehirnzellen keinerlei Gefahr birgt.

Nun ergab eine im Fachmagazin Neuropsychopharmacology publizierte Arbeit von Forschern der City University of New York, dass Curcumin bei Ratten dazu beitragen kann, traumatische Erinnerungen auszuradieren und die Abspeicherung neuer, traumatischer Erinnerungen zu verhindern.

Der Hauptautor der Studie, Glenn Schafe, geht davon aus, dass von einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer anderen psychischen Erkrankung, die mit angstvollen Erinnerungen einhergeht, betroffene Patienten von einer stark curcuminhältigen Ernährung deutlich profitieren könnten.

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Monsey MS, Gerhard DM, Boyle LM, Briones MA, Seligsohn M, Schafe GE
A Diet Enriched with Curcumin Impairs Newly Acquired and Reactivated Fear Memories
Neuropsychopharmacology, advance online publication, 7 January 2015; doi:10.1038/npp.2014.315

Quelle: pte

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