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Chronische Erkrankungen und Einsamkeit gehen Hand in Hand

Für Senioren, die mit einer chronischen Krankheit kämpfen, ist Einsamkeit oft ein erschwerender Faktor.

Foto: Vinoth Chandar (Flickr Creative Commons)

Einsamkeit kann zu weiteren Komplikationen führen.

In einer aktuellen Studie, die im Fachmagazin Health Psychology publiziert wurde, hatten kanadische Forscher 121 ältere Erwachsene untersucht, von denen die meisten über 70 Jahre alt waren. Die Untersuchung ergab, dass bei den Probanden das Gefühl der Einsamkeit nach dem Beginn chronischer Gesundheitsprobleme anstieg. Dies betraf auch jene, die 50 Jahre oder länger mit dem gleichen Partner verbrachten.

Anscheinend spielt die Qualität der sozialen Bindungen bei der Bewältigung der Folgen schwerer Erkrankungen im späteren Leben eine Rolle. In Fällen ernster Krankheiten einen Partner zu haben, könne oft nicht ausreichen, um mit der Situation klarzukommen, erklärte die Studienautorin Meaghan Barlow von der Concordia University in Montreal in einer Pressemitteilung der Universität.

Senioren mit chronischen Krankheiten könnten Barlow zufolge das Risiko der Einsamkeit minimieren, indem sie versuchen, nach wie vor gegenüber der eigenen Gesundheit positiv eingestellt zu bleiben und nicht die Schuld für die Erkrankung bei sich zu suchen. Diese Strategie könne dazu beitragen, dass betroffene Patienten motiviert bleiben, soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten und damit Depressionen verhindern.

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Meaghan A. Barlow, Sarah Y. Liu, Carsten Wrosch
Chronic Illness and Loneliness in Older Adulthood: The Role of Self-Protective Control Strategies
Health Psychology, Dec 22, 2014

Quelle: Concordia University

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