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Cholesterin doch nicht gefährlich

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FACHLITERATUR – Im aktuellen Entwurf für eine Neufassung der amerikanischen Ernährungsrichtlinien kommen die Experten zu dem Schluss, dass es keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen dem Cholesterin in Lebensmitteln und dem Cholesterinspiegel im Blut gibt.

„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ – eine Binsenweisheit, die sich auch auf so manche medizinische Richtlinie übertragen lässt. Jüngstes Beispiel sind die „Dietary Guidelines for Americans“. Jahrzehntelang wurde weltweit in Ernährungsempfehlungen vor dem Konsum cholesterinreicher Lebensmittel gewarnt. Die gängige Vorstellung war, dass eine cholesterinreiche Ernährung zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut führt und ein höherer Cholesterinspiegel mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität assoziiert ist.

In den derzeit gültigen amerikanischen Ernährungsrichtlinien aus dem Jahr 2010 heißt es noch, die tägliche Cholesterinaufnahme solle 300 mg nicht übersteigen. Das entspricht in etwa der Menge Cholesterin, die in einem größeren Hühnerei enthalten ist. Zweifel an diesen Empfehlungen gab es allerdings schon länger. Den 1991 im „New England of Medicine“ erschienenen Bericht über einen 88-jährigen Mann, der trotz des täglichen Konsums von 25 Eiern ein LDL-Cholesterin von nur 142 mg/dL hatte, kann man als kuriosen Einzelfall abtun, aber auch als Falsifizierung der Cholesterinhypothese im Sinne von Karl Popper sehen. Vor zwei Jahren veröffentlichten amerikanische Epidemiologen schließlich eine Metaanalyse prospektiver Kohortenstudien, in denen die Auswirkungen des Verzehrs von Eiern auf kardiovaskuläre Erkrankungen, Herztod und Typ-2-Diabetes untersucht worden waren.

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