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ADHS – noch normal?

Eine umfassende Diagnostik kann falschpositive ADHS-Diagnosen vermeiden. Medikamente braucht es nur bei schweren Fällen.

Foto: Upyanose/iStock

Unruhiges Sesselrutschen, leichte Ablenkbarkeit, Dazwischenrufen, impulsiv-aggressive Reaktionen – rasch erhebt sich die Frage, ob ein ADHS, eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivität-Störung vorliegt. Die Unterscheidung zwischen „noch normal“ oder „bereits pathologisch“ kann schwierig sein. Die diagnostischen Kriterien für ADHS sind präzise anzuwenden, Differenzialdiagnosen zu berücksichtigen, falsch positive Diagnosen zu vermeiden. Die Hauptmerkmale beziehen sich auf die Trias Aufmerksamkeitsstörung, Überaktivität und Impulsivität. Die Störung beginnt vor dem 6. Lebensjahr und tritt in zumindest zwei Lebensbereichen bzw. Situationen (Schule, Familie, Untersuchungssituation) über mehr als sechs Monate auf.

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