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Tilak: Neues Gehaltsschema

TirolDas neue Entlohnungsschema für Mitarbeiter der TILAK, die im medizinischen Bereich tätig sind, wurde finalisiert, von allen Gremien abgesegnet und wird mit Jahreswechsel in Kraft treten. Das Schema wird künftig einfacher und verständlicher sein.

Künftig werden die medizinischen Mitarbeiter der Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH TILAK unter ein neues Gehaltsschema fallen. Dies gab das Land nach finalen Verhandlungen mit der Tilak-Führung und dem Betriebsrat am 21. August bekannt.

Mit Beginn kommenden Jahres werden rund 1.000 Ärzte sowie 4.700 Pflegekräfte und Mitarbeiter medizinisch-technischer Dienste nach dem neuen Schema entlohnt. Vor allem junge, neue Mitarbeiter werden von deutlichen Vorteilen profitieren, so wurde etwa das Gehalt junger Ärzte deutlich erhöht, damit wieder genügend Jungärzte für Tirol zur Verfügung stehen.

Gehalt nicht mehr senioritätsbasiert, sondern leistungsorientiert

Das Gehaltsschema soll insgesamt einfacher und übersichtlicher werden, der Zulagen-Dschungel wird gelichtet. Die Vordienstzeitenanrechnung wird sinnvoller gestaltet und das Senioritätsprinzip soll fallen. Stattdessen wird künftig Leistung belohnt. Übernimmt ein Arzt beispielsweise die Stelle eines geschäftführenden Oberarztes, wird dies entsprechenden honoriert.

Rückwirkende Wahlmöglichkeit

Während des gesamten Jahres 2015 könnten die TILAK-Mitarbeiter entscheiden, ob sie in das neue Entlohnungsschema wechseln möchten. Der Wechsel wird immer rückwirkend ab dem 1. Jänner 2015 gelten. Dazu wird man umfassende Beratungsmöglichkeiten anbieten, damit die Mitarbeiter entscheiden können, ob ein Wechsel von Vorteil wäre.

Niemand wird schlechter gestellt

Es wird jedenfalls unmöglich sein, dass ein medizinischer Mitarbeiter durch den Wechsel in ein neues Gehaltsschema weniger verdient als zuvor. Laut Tilak sei das Schlimmste, was passieren könne, dass jemand das gleiche Gehalt wie bisher erhält.

Gerhard Hödl, Zentralbetriebsrat der TILAK, Ludwig Gruber, Kurienobmann angestellter Ärzte der Ärztekammer für Tirol, und Gerhard Seier, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst betonen: “Diese Möglichkeit war für uns einer der zentralen Punkte. Damit ist garantiert, dass niemand unserer derzeitigen Kolleginnen und Kollegen durch das neue Gehaltsschema schlechter gestellt wird. Dafür haben wir uns bei den gesamten Verhandlungen eingesetzt.”

Das erhöhte Fortbildungsbudget soll neben den Verbesserungen für junge Mitarbeiter den Verantwortlichen zufolge auch künftig erhalten bleiben, zudem werden auch die Ausgleichszulagen für schwangere Mitarbeiterinnen, die keine Dienste mehr absolvieren können, weiterhin bestehen. Man wird auch den Ausbau neuer Berufsgruppen, die das medizinische Personal von administrativen Tätigkeiten entlasten sollen, weiter fortsetzen.

Bis September sollen nun von den Arbeitsgruppen die Details und weitere Maßnahmen ausgearbeitet werden. Das Verwaltungspersonal wird wahrscheinlich erst im Jahr 2017 nachziehen, da die Landesverwaltung derzeit ihr Gehaltsschema evaluiert.

Quelle: TILAK, Land Tirol, APA