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Therapie des Entzugsdelirs

Eine neue Übersichtsarbeit zeigt die klinischen Kriterien zur exakten Festlegung und Bestimmung des Schwergrades eines Entzugsdelirs.

Quelle: istockphoto/mark wragg

Alkohol, Benzodiazepine und Barbiturate haben einen sedierenden Effekt auf das zentrale Nervensystem. Nach längerem Gebrauch adaptiert das Gehirn mit der Folge einer nötigen Dosissteigerung zur Erreichung des gleichen Effekts. Der Entzug des Wirkstoffes verursacht Schlaflosigkeit, Angst, Tachykardie, Hyperventilation, Fieber, Hypertonie, psychotische Symptome und Tremor. Die Symptome sind oftmals so schwer ausgeprägt, dass eine Intensivbehandlung nötig ist.

Eine im New England Journal of Medicine publizierte Übersichtsarbeit von Marc A. Schuckit, der am Department of Psychiatry an der University of California in San Diego tätig ist, zeigt anhand der rezenten Literatur die klinischen Kriterien gemäß der fünften Ausgabe des Diagnostischen Manuals für Psychiatrische Erkrankungen (DSM-5) zur exakten Festlegung und Bestimmung des Schwergrades eines Entzugsdelirs. Weiters werden die Substanzen und deren Verabreichung detailliert zusammengefasst, beginnend mit der Thiamininfusionstherapie, Benzodiazepingabe (Lorazepam oder Diazepam, iv. oder oral), sowie alternativen Substanzen wie Midazolam, Carbamazepin oder Oxcarbamazpin.

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Diese Übersichtsarbeit gibt den klinisch tätigen Kolleginnen und Kollegen die Sicherheit in der Behandlung von Patienten mit Entzugsdelir und ist lesenswert.

Marc A. Schuckit
Recognition and Management of Withdrawal Delirium (Delirium Tremens)
N Engl J Med 2014; 371:2109-2113, November 27, 2014, DOI: 10.1056/NEJMra1407298

Foto: gespag

Prim. Dr. Peter Dovjak

Rezensent:
Prim. Dr. Peter Dovjak
Leiter der Akutgeriatrie, Salzkammergutklinikum Gmunden

 

 

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