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Medizintechnik: Spezielle Finesse in der Kinderchirurgie

Chirurgie, OPKinderchirurgie unterscheidet sich grundsätzlich von chirurgischen Eingriffen bei erwachsenen Patienten. Das betrifft sowohl viele Krankheitsbilder als auch deren Behandlungsmethoden und operative Voraussetzungen.

„Die Kinder- und Jugendchirurgie ist in Österreich mit einem sehr vielfältigen und breiten Versorgungsauftrag ausgestattet“, weiß Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie des LKH-Universitätsklinikums Graz: „Entsprechend der aktuellen Definition des Sonderfaches reicht unsere Verantwortung vom Früh- und Neugeborenen bis zum Adoleszenten, und in der Praxis erstreckt sich unsere operative Expertise von den angeborenen Fehlbildungen bzw. akuten Erkrankungen an Kopf, Hals, Thorax, Abdomen und Harnwegen bis zur Tumorchirurgie und Kindertraumatologie.“

Keine kleinen Erwachsenen

Im Detail gehe die Finesse der Klinik also weit über die Erkenntnis hinaus, dass Kinder keine „kleinen Erwachsenen“ sind. „Stattdessen sind wir mit zahlreichen Erkrankungen konfrontiert, die es im späteren Alter nicht mehr gibt. Neugeborene zum Beispiel haben angeborene Fehlbildungen großer Organe wie dem Magen- Darm-Trakt (z.B. Ösophagusatresie oder Analatresie), dem Zwerchfell (z.B. Zwerchfellhernie) oder den ableitenden Harnwegen (z.B. Ureterabgangsstenose). Die Kenntnisse über diese Malformationen und die adäquaten Operationen sind integraler Bestandteil unseres Faches.“
Darüber hinaus muss ein Kinder- und Jugendchirurg auch ganz besondere operative Fertigkeiten haben. „Es kann sein, dass wir an einem Tag zunächst ein Frühgeborenes unter 1.000 Gramm operieren, das besonders zarte und verletzliche Organe hat, und wenige Stunden später vielleicht den verunfallten 16-Jährigen mit seinem doch robusteren Skelettapparat versorgen. In beiden Fällen ist ein ganz besonderes Gewebegefühl von uns gefordert. Diesen Ansprüchen genügen übrigens nicht nur unsere Kinderchirurgen, sondern in hervorragender Weise auch die Mitarbeiter der Pflege, die ja jeden Eingriff instrumentieren und betreuen.“

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