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Rheuma-Chirurgie bleibt aktuell

LINZ – Auch in Zeiten der DMARDs und Biologika kann die Gelenkszerstörung durch rheumatische Erkrankungen nicht bei allen Patienten verhindert werden. In solchen Fällen kommt nach wie vor die Rheumachirurgie ins Spiel. Ihre Zielsetzung liegt im bestmöglichen Erhalt der für den Patienten wichtigsten Funktionen.

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1) Z. n. Handgelenksarthrodese mittels einer Platte. Zusätzlich besteht ein Trapeziumersatz mit Silikon-Spacer und eine noch nicht versorgte Luxation der MCP 2–5-Gelenke und schwere Destruktion des PIP 3-Gelenks. 2) Multipel versorgte Hand bei rheumatoider Arthritis mit radiolunärer Teilarthrodese zur Stabilisierung des Handgelenks. Arthrodesen an MCP 1-, DIP- und PIP 5-Gelenken. Silikon-Spacer an MCP 2+3- sowie PIP 3-Gelenken. Letzteres zusätzlich mit einem distalen Titantrichter bei teildestruiertem Knochenlager. 3) Radiologischer Aspekt der Handgelenksinstabilität mit ulnarem Drift des Carpus. Die Handgelenkslängsachsverschiebung ist dargestellt. 4) Stabilisierung des Handgelenks durch Reorientierung des Ulnaköpfchens nach Ulnaosteotomie und Arthrodese des radio-ulnaren Gelenkes (OP nach Kapandji).

Die Rheumachirurgie ist in den letzten Jahren angesichts der großen Erfolge der medikamentösen Therapien bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen ein wenig aus dem allgemeinen Interesse gerückt. Gebraucht wird sie nach wie vor. Denn auch die beste konservative Therapie kann nicht bei allen Patienten die fortschreitende Gelenksdestruktion aufhalten. Die Chirurgie ist in der Behandlung des Patienten mit rheumatischen Erkrankungen immer als Teil eines therapeutischen Gesamtkonzepts zu sehen, wie Univ.-Prof. Dr. Axel Wanivenhaus, niedergelassener Orthopäde in Wien mit Spezialisierung auf Rheumaorthopädie und Handchirugie, ausführt: „Rheumachirurgie ist alleine hilflos. Wir brauchen die medikamentöse Basistherapie, wir brauchen die physikalische Therapie und wir brauchen die Ergotherapie, ohne die ein rheumahandchirurgisches Vorgehen sinnlos wäre.“

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