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Schluss mit Rauchen

RauchenAuch in der Urologie verursacht Rauchen den Großteil der Krebserkrankungen. Ein Rauchstopp verbessert die Heilungs- und Überlebenschancen der Patienten deutlich. Österreichs Urologen orten Handlungsbedarf.

Der Zigarettenkonsum stellt in den Industrieländern das bedeutendste einzelne Gesundheitsrisiko und die führende Ursache für frühzeitige Sterblichkeit dar. Im Vergleich zu Nichtrauchern leben Raucher um durchschnittlich zehn Jahre kürzer. Daten aus 30 europäischen Ländern zeigten, dass die niedrigere Lebenserwartung bei Männern zu 40 bis 60 Prozent auf das Rauchen zurückzuführen ist. Ein Rauchstopp erhöht die Lebenserwartung von Exrauchern durchschnittlich um 18 Prozent.

Ursache für urologische Erkrankungen

Auch in der Urologie – insbesondere in der onkologischen Urologie und Andrologie – verursacht Rauchen weitreichende Krankheitsfolgen und ist für den Großteil der Krebserkrankungen verantwortlich. Das Urothelkarzinom der Harnblase stellt nach dem Prostatakarzinom die häufigste urologische Krebsart dar. Rauchen ist für 50 bis 65 Prozent aller Blasentumore beim Mann bzw. für 20 bis 30 Prozent bei der Frau verantwortlich. Das Auftreten von Blasenkarzinomen korreliert direkt mit der Dauer und Intensität des Tabakkonsums, auch für Passivrauch wurde ein erhöhtes Risiko für das Urothelkarzinom nachgewiesen. Ein Rauchstopp senkt das Erkrankungsrisiko nachweislich innerhalb von vier Jahren um rund 40 Prozent (Leitlinien der European Association of Urology [EAU] 2014). Außerdem sind das Ansprechen auf die Therapie und die Prognose bei Rauchern deutlich verschlechtert.
Für die Entstehung des Nierenzellkarzinoms ist laut EAULeitlinien neben Adipositas und Hypertonie auch Nikotinabusus ein ursächlicher Faktor. Als effektivste Prophylaxe beim Nierenzellkarzinom wird das Nichtrauchen (und die Gewichtabnahme) angegeben. Raucher weisen zudem ein erhöhtes Risiko für eine erektile Dysfunktion auf (u.a. aufgrund der atherosklerotischen Wirkung des Tabakrauchs), die Modifikation dieses Lebensstilfaktors ist auch Bestandteil der Therapie (EAU 2014).

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