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Prof. Thalhamer: Infektionen betreffen alle Fachbereiche

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WIEN – Wie gut ist die Infektiologie in Österreich aufgestellt? Und was kann man vom bevorstehenden Infektionskongress erwarten? MT sprach mit Univ.- Prof. Dr. Florian Thalhammer von der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien. Prof. Thalhammer ist seit Jahresbeginn Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT).

MT: Herr Professor Thalhammer, wie gut sind wir in Österreich in der Behandlung von Infektionskrankheiten?

Prof. Thalhammer: Die Bedeutung von Infektionen für unsere Patienten bestehen aufgrund der laufenden Entwicklungen in der Medizin weiterhin, auch wenn sich die Erscheinungsbilder gewandelt haben. Der Bedeutung wurde auch insofern Rechnung getragen, als sowohl in Innsbruck – Prof. Weiss – als auch in Graz – Prof. Krause – Professuren für Infektionen geschaffen wurden. Prof. Graninger, Infektiologie Wien, hat als Nachfolger von Prof. Spitzy sicher sehr prägend gewirkt. Nicht zuletzt sind wir in Österreich durch die von der Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT) herausgegebenen Konsensusstatements gut aufgestellt. Auch die zahlreichen spezifischen Fortbildungsveranstaltungen, welche von den österreichischen Infektiologinnen und Infektiologen abgehalten werden, finden reichlich Anklang bei der Kollegenschaft. Infektionen betreffen alle Teilgebiete der modernen Medizin.

MT: Und wie sieht es mit der Vermeidung von Infektionen aus? Was tut sich bei den Impfungen und in der Krankenhaushygiene?

Prof. Thalhammer: Positiv zu erwähnen ist, dass es inzwischen in vielen Krankenhäusern, da gesetzlich gefordert, hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte gibt, die einen beachtlichen Qualitätsschub brachten. Unser Wunsch und ein Ziel, das wir als Gesellschaft verfolgen, ist die Etablierung eines klinischen Infektiologen neben dem Krankenhaushygieniker in Krankenhäusern ab zirka 500 Betten. Schutzimpfungen sind ein Meilenstein in der modernen Medizin, nur werden diese leider viel zu wenig angenommen. Die Tatsache, dass wir in Österreich Masernausbrüche haben, ist zum Verzweifeln.

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