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Phthalat-Belastung der Mutter mindert Intelligenz der Kinder

Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft einer hohen Phthalat-Belastung mit DnBP und DiBP ausgesetzt waren, wiesen im Alter von 7 Jahren im Durchschnitt einen um mehr als sechs Punkte geringeren Intelligenzquotienten (IQ) auf als Kinder von Müttern mit einer geringen Weichmacher-Belastung.

Foto. BilderBox.com

Schwangere, die einer hohen Phthalat-Belastung mit DnBP und DiBP ausgesetzt sind, bekommen Kinder, die später weniger intelligent sind.

Nachdem einige Studien gegensätzliche Assoziationen zwischen der maternalen, pränatalen Phthalat-Metaboliten-Konzentration im Urin und der mentalen und motorischen Entwicklung der Kinder dieser Frauen im Vorschulalter ergeben hatten, untersuchten Wissenschaftler der Columbia University in New York, ob die Zusammenhänge auch bis ins Schulalter bestehen.

Die im Fachmagazin “PLOS ONE” veröffentlichte Untersuchung ergab, dass die Weichmacher DnBP und DiBP die Intelligenz von Kindern minimieren können. Die New Yorker Forscher hatten 328 Frauen und deren Kinder in die Studie einbezogen, in der die maternale Phthalat-Exposition anhand von Urinproben in der späten Schwangerschaft bestimmt wurde.

Kinder, deren Mütter zu den 25 Prozent mit den höchsten Konzentrationen von di-n-butyl-Phthalat (DnBP) und di-isobutyl phthalate (DiBP) gehörten, wiesen im Durchschnitt um 6,6 bzw. 7,6 Punkte geringere IQ-Werte auf als Kinder von Frauen, die zu den 25 Prozent mit der geringsten Belastung zählten. Auch nach der Bereinigung um den mütterlichen IQ und Bildungsgrad sowie die Wohnumgebung bleibt die Assoziation bestehen. Mit Diethylhexylphthalat und Diethylphthalat) wurden kein Zusammenhang gefunden.

Phthalate erhöhen auch Asthma-Risiko

In einer weiteren Studie fanden Forscher des Columbia Center for Children’s Environmental Health an der Mailman School of Public Health eine Assoziation zwischen kindlichem Asthma und der pränatalen Exposition gegenüber Butylbenzyl-Phthalat (BBzP) und di-n-butyl-Phthalate (DnBP). Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Environmental Health Perspectives veröffentlicht.

Die Kinder, welche in utero den beiden Phthalaten ausgesetzt waren, hatten im Alter zwischen 5 und 11 Jahren ein um 72 bzw. 78 Prozent höheres Asthma-Risiko als Kinder von Müttern mit geringeren Expositionshöhen.

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Pam Factor-Litvak, Beverly Insel, Antonia M. Calafat, Xinhua Liu, Frederica Perera, Virginia A. Rauh, Robin M. Whyatt
Persistent Associations between Maternal Prenatal Exposure to Phthalates on Child IQ at Age 7 Years
PLOS ONE, Published: December 10, 2014, doi: 10.1371/journal.pone.0114003

Robin M. Whyatt, Matthew S. Perzanowski, Allan C. Just, Andrew G. Rundle, Kathleen M. Donohue, Antonia M. Calafat, Lori A. Hoepner, Frederica P. Perera, Rachel L. Miller
Asthma in Inner-City Children at 5–11 Years of Age and Prenatal Exposure to Phthalates: The Columbia Center for Children’s Environmental Health Cohort
Environ Health Perspect; DOI:10.1289/ehp.1307670

Quelle: APA, Columbia University

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