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MERS: Wenig Gefahr für Europa

Das 2012 erstmals beschriebene Coronavirus MERS-CoV (Middle Eastern Respiratory Syndrome) wird von einigen Experten als im globalen Maßstab gefährlich als Ebola eingestuft. Im Rahmen des IMED/ISID Kongresses in Wien vorgestellte Daten weisen jedoch in Richtung einer vorsichtigen Entwarnung. Alles deute gegenwärtig darauf hin, dass MERS in erster Linie eine Zoonose geblieben ist und in der humanen Population nur relativ schwer übertragen werden kann. Eine realistische Gefahr besteht jedoch vor allem für Menschen im Nahen Osten, die regelmäßigen Kontakt zu Nutztieren, insbesondere Dromedaren haben.

Prof. Dr. Marion Koopmans leitet die virologische Abteilung am Laboratorium für Infektionskrankheiten des niederländischen Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu. Wir befragten die Expertin zu den Gefahren, die möglicherweise von MERS ausgehen.

Das neue Coronavirus MERS

Im Jahr 2012 publizierte der saudiarabische Arzt und Mikrobiologe Univ.-Prof. DDr. Ali Moh Zaki zwei seltsame Fälle von Lungenentzündung (1). In der Folge gelang ihm die Isolation eines Virus, das mit technischer Unterstützung des niederländischen Erasmus Medical College als Coronavirus mit verwandtschaftlichen Beziehungen zu verschiedenen Fledermausviren aber auch zum SARS-Virus des Jahres 2003 identifiziert werden konnte.
In den Monaten nach der Entdeckung von MERS kam es zu zahlreichen Erkrankungen in mehreren arabischen Staaten. Glücklicherweise hat sich der exponentiale Anstieg der Infektionen, der in den Monaten Februar bis April 2014 beobachtet wurde, als einzelner Peak erwiesen. Ob hier Maßnahmen zur Prävention (beispielsweise durch verbesserte Krankenhaushygiene) Wirkung gezeigt haben, ob es sich um saisonale Schwankungen handelt oder schlicht um Zufall, ist nicht geklärt.
Laborbestätige MERS-Fälle traten bislang auf in

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