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Kein Ende der Ebola-Epidemie in Sicht

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass die schwere Ebola-Epidemie in Westafrika noch mehrere Monate andauern wird.

Dorfbewohner diskutieren während einer Ebola-Sensibilisierungs-Sitzung in Gbondo, Guinea.

Dorfbewohner diskutieren während einer Ebola-Sensibilisierungs-Sitzung in Gbondo, Guinea.

Wie stark sich die Ebola-Epidemie weiterhin ausbreiten werde, sei nicht eindeutig abzusehen, erklärte am Ende einer zweitägigen Ebola-Konferenz in Ghana Keiji Fukuda, der als Assistant Director-General for Health Security der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fungiert. Fukuda denkt, man werde noch mehrere Monate mit Ebola konfrontiert sein.

Gesundheitsminister und ranghohe Regierungsvertreter aus zwölf afrikanischen Staaten berieten vergangenen Mittwoch und Donnerstag in der ghanesischen Hauptstadt Accra mit WHO-Vertretern und internationalen Experten in einer zweitägigen Krisensitzung darüber, wie das gefährliche Ebola-Virus gestoppt werden könne. Die Behörden-Vertreter wollen mit einem umfassenden Maßnahmenpaket und einer länderübergreifenden Strategie den Kampf gegen die schwere Ebola-Epidemie antreten.

Luis Gomes Sambo, WHO-Afrikadirektor zufolge sei es Zeit für konkrete Aktionen, um das Leiden und die Todesfälle, die Ebola verursacht, zu einem Ende zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Zunächst werde die WHO ein “subregionales Kontrollzentrum” in Guinea eröffnen, das als Koordinationsplattform im Kampf gegen Ebola dienen und mit allen wichtigen Partnern zusammenarbeiten soll, hieß es in einer Mitteilung. Die Teilnehmer der Konferenz sprachen sich unter anderem dafür aus, ab sofort Politiker, angesehene Gemeindemitglieder und religiöse Anführer in Aufklärungskampagnen einzubinden und Dorfvorsteher für Ebola zu sensibilisieren, weil diesen oft mehr Vertrauen geschenkt würde als Vertretern der Gesundheitsdienste.

Christine Ferir, Notfallkoordinatorin in der Brüsseler Einsatzzentrale von “Ärzte ohne Grenzen” (MSF) erklärte am Freitag, dass es wichtig sei, einflussreiche Personen in den betroffenen Ländern zu mobilisieren und dabei wichtige Botschaften zu Ebola in den Gemeinden zu verbreiten. Nur auf diese Weise könne der Angst der Bevölkerung entgegengewirkt werden, sodass alle Patienten in die Behandlungszentren kommen und allen Verdachtsfällen nachgegangen werden könne.

>> Special Ministerial Meeting on Ebola Virus Disease in West Africa Accra, Ghana, 2. – 3. July 2014

Quelle: APA