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Fragen an die Telefonjoker: Substitutionstherapie

TelefonjokerTelefonhotline der ÖAK*

Frage eines Apothekers: Darf eine magistrale Anfertigung von Methadon zur Substitutionstherapie auch ohne Zuckerzusatz erfolgen?

Gemäß §23c SG-Verordnung sind Methadon sowie auch Buprenorphin jeweils in einer für die perorale Einnahme geeigneten und die i.v.-Verwendung dieser Suchtmittel erschwerenden Zubereitung Mittel der ersten Wahl bei der Substitutionsbehandlung.
Das Substitutionsmittel darf somit ausschließlich in einer für die perorale Einnahme geeigneten Zubereitung und in einer Applikationsform verschrieben werden, die geeignet ist, den i.v.-Konsum möglichst hintanzuhalten. Die Verschreibung von in Wasser gelösten Substitutionsmitteln ohne Beigabe von Zucker, Stärke oder anderen Substanzen, die die i.v.-Verwendung dieser Suchtmittel erschweren, ist daher nicht zulässig, es sei denn, es liegt eine ärztlich festgestellte Unverträglichkeit von Beigabemitteln (z.B. von Zucker bei Diabetes mellitus) vor.

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