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Fibromyalgie: Mythen und Fakten

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WIEN – Um kaum eine Schmerzerkrankung ranken sich so viele Mythen und Unsicherheiten wie um das Fibromyalgie-Syndrom (FMS). Dieses deshalb als rein psychiatrisches bzw. psychotherapeutisches Problem abzutun, ist allerdings verfehlt. Vielmehr gilt es im Sinne der Patienten auf gesichertes Faktenwissen zu fokussieren.

Seit ihrer Aufnahme in die Krankheitslisten der WHO im Jahr 1994 ist die Fibromyalgie eine anerkannte Erkrankung. Die chronische Krankheit ist durch Schmerzen der Muskulatur, des Bindegewebes und der Gelenke gekennzeichnet, mitunter tut „der ganze Körper“ weh. Dem steht das weitgehende Fehlen von klinischen bzw. Laborbefunden gegenüber. Im Zusammenhang mit dem Fibromyalgie-Syndrom werde eine ganze Reihe von Hypothesen vertreten, wie PD Dr. Winfried Häuser, Leiter des Zentrums für Schmerztherapie am Klinikum Saarbrücken, ausführt: „Die medizinische Fachwelt liefert sich zum Teil erbitterte Kontroversen über Klassifikation, Ätiologie, Diagnose und Therapie der Krankheit. Einige der mitunter vertretenen Meinungen sind aber wohl Glaubensbekenntnisse einzelner Fachdisziplinen, was den Patientinnen – Frauen sind vier- bis siebenmal so häufig betroffen wie Männer – nicht weiterhilft.“ Daher plädiert Doz. Häuser dafür, den zahlreichen Halbwahrheiten und Fehlmeinungen gesichertes Wissen zum umstrittenen Krankheitsbild entgegenzusetzen: „Das erspart Betroffenen jahrelange Unsicherheit und viele unnötige Schmerzen, denn so kann rascher eine passende Therapie eingeleitet werden.“

Keine somatoforme Schmerzstörung

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