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Immuntherapie am 33. ESTRO-Kongress

ImmuntoleranzDas Fachjournal „Science“ kürte Anti-PD1- und Anti-PD-L1-Antikörper zum Drug of the Year 2013 – Grund genug für eine eigene Session zum Thema Immuntherapie beim diesjährigen Jahreskongress der europäischen Gesellschaft für Strahlentherapie. Die krebs:hilfe!-Redaktion war life dabei.

Tumorzellen induzieren eine immunsuppressive Mikroumgebung und können so der Immunüberwachung entkommen. Daran sind zum einen regulatorische TZellen (Tregs) und Makrophagen beteiligt, zum anderen exprimieren die Tumorzellen selbst inhibitorische Immun-Checkpoint- Proteine. Eine neue Strategie der Tumortherapie ist daher das Durchbrechen der Immuntoleranz durch Blockade der inhibitorischen Signale.

Immun-Checkpoints

…sind Membranrezeptoren bzw. -liganden, die eine Schlüsselfunktion beim Erhalt der Selbsttoleranz haben. Darüber hinaus modulieren sie Dauer und Amplitude einer Immunantwort. Therapeutische Interventionen sind sowohl bei Immun-Checkpoints der Priming-Phase als auch der Effektor- Phase möglich (siehe Grafik).
Beim Priming der T-Zellen durch Antigenpräsentierende, dendritische Zellen in den regionalen Lymphknoten erkennt der TZell- Rezeptor (TCR) ein tumorspezifisches Antigen in Zusammenhang mit einem MHC-Protein. Danach wird die Aktivierung der T-Zelle durch eine Balance von kostimulatorischen und koinhibitorischen Signalen reguliert. Die Interaktion des B7-Oberflächenproteins mit dem CD28-Rezeptor aktiviert die T-Zelle, während die Bindung von B7 an das T-Zell- Oberflächenprotein „cytotoxic T-lymphocyte antigen-4“ (CTLA-4) die primäre Aktivierung wieder herunterreguliert und die klonale Expansion hemmt. Diese Interaktion zwischen B7 und CTLA-4 wird durch den Antikörper Ipilimumab blockiert, was zu einer gesteigerten antitumoralen Immunantwort führt. Ipilimumab hatte eine Vorreiterrolle und wurde zuerst beim Paradetumor für Immuntherapien, dem malignen Melanom, untersucht. Erstmals wurden bei ansprechenden Patienten lang anhaltende Remissionen möglich, was zur Zulassung in dieser schwierig zu behandelnden Tumorentität führte. Die Anwendung bei anderen Tumoren wird derzeit noch geprüft.

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