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Apoportrait: Apotheker mit Passion

ApothekeVÖCKLABRUCK – Mit Februar übernahm Mag. pharm. Andreas Seiringer die Leitung der Spitalsapotheke am Salzkammergut- Klinikum Vöcklabruck. Da das Schwerpunktspital auf Krebspatienten spezialisiert ist, kommt ihm seine umfangreiche Ausbildung in onkologischer Pharmazie zugute. Der „approved Hospital Pharmacist“ stellte ein Projekt zu Krebstherapieschemata auf die Beine, von dem alle Landesspitäler Oberösterreichs profitieren.

Dabei hat der Apotheker nicht immer nur KH-Luft geschnuppert. Fünf Jahre arbeitete Mag. pharm. Andreas Seiringer, aHPh, auch in öffentlichen Apotheken, eine davon war die Apotheke am Schöndorfer Plateau in Vöcklabruck. Damals gründete er mit seiner Kollegin einen Lauftreff. Das war 2002, als auch das LKH Vöcklabruck neu gebaut wurde. „Wir sind immer wieder auch an der Baustelle vorbeigelaufen“, erinnert sich Seiringer, „und da ist bei mir erstmalig der Gedanke aufgekommen, wenn der Bau fertig ist, bewerbe ich mich.“
An seiner früheren Arbeitsstätte habe er v.a. den Kundenverkehr – einer der Hauptunterschiede zu Spitalsapotheken – geschätzt. Mit manchen Stammkunden entwickelten sich sogar Freundschaften. „Da man sehr viele Kunden bzw. Patienten über mehrere Jahre begleitet, baut sich ein großes Vertrauensverhältnis auf “, denkt der Apotheker zurück. Es sei zudem „sehr schön und gewinnend“, wenn Kunden extra auf einen warten, bis „man frei wird, weil sie die gute Beratungstätigkeit zu schätzen wissen“.
Im Spital habe er als Ansprechpartner in erster Linie das diplomierte Pflegepersonal und die Ärzteschaft, die Zusammenarbeit sei sehr gut. „In einer Anstaltsapotheke muss man immer wieder den Spagat schaffen, möglichst ökonomisch zu arbeiten – z.B. durch Kostenminimierung im Einkauf –, gleichzeitig aber höchste Qualitätsstandards zu etablieren und einzuhalten“, erklärt er den hohen Anspruch im Sinne einer optimierten und sicheren Arzneimittelauswahl und -therapie für die Patienten. Mit seinem zehnköpfigen Team, davon 3,5 Dienstposten pharmazeutisches Personal, ist er für vier Hauptgeschäftsfelder bzw. rund 2000 verschiedene Medikamente verantwortlich: Beschaffung und Logistik, Zytostatika-Aufbereitung, Aufbereitung von Magistraliter-Spezialitäten sowie das Kommissionieren und die Lagerbewirtschaftung.

Das tägliche Geschäft

„In der Früh geht es los mit einer kurzen Morgenbesprechung“, schildert Seiringer einen typischen Tag. Jeder erhalte relevante Informationen, z.B. wenn etwas nachrecherchiert oder etwas besonders schnell hergerichtet werden muss. Alle Mitarbeiter zirkulieren nach einem Rotationsprinzip in wöchentlichen Zyklen in den genannten Geschäftsfeldern. „In der Zytostatika-Aufbereitung befinden sich immer zwei Personen gleichzeitig, die nach dem Vier-Augen-Prinzip arbeiten“, führt der Apothekenleiter aus.
Zum „täglichen Brot“ gehöre auch, „dass Ärzte bei uns anrufen und unterschiedlichste Fragen zu Arzneimitteln allgemeiner Natur stellen oder z.B. ganz konkret die Medikation eines Polypharmazie- Patienten gemeinsam durchbesprechen möchten“, erzählt er weiter. In seinem Team ist zudem eine gut ausgebildete klinische Pharmazeutin, die bei Bedarf die Medikation der Patienten durchleuchtet und dann eine Empfehlung abgibt.
Insgesamt „sehen wir uns im Salzkammergut-Klinikum als einen wichtigen Dienstleister, der in Kooperation mit Pflege und Ärzteschaft in allen pharmazeutischen Fragen sowie für die Bedürfnisse unserer Patienten mit pharmazeutischer Kompetenz gerne und tatkräftig zur Verfügung steht“, bekräftigt der Pharmazeut, der auch Mitglied der Arzneimittelkommission ist. Das könnten etwa Fragen nach Ersatzprodukten sein, weil das gewünschte Original gerade nicht lagernd ist oder das Beschaffen von bestimmten Medikamenten etwa bei Lieferengpässen. Diese seien ein „zunehmend größeres Problem“, so Seiringer auf Nachfrage, „die Lagerbestände der Firmen werden geringer und die Vorräte sind oft gleich aufgebraucht, wenn z.B. eine Maschine wegen eines nicht entsprechenden Audits unter Umständen abgestellt werden muss“.

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