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Wann ein Lungenrundherd Abklärung braucht

Foto: Borislava Tsiporkova/iStock/Thinkstock

KONGRESS – Umschriebene intrapulmonale Parenchymverdichtungen sind ein häufiger Zufallsbefund von Lungenröntgen. Bei den Grazer Fortbildungstagen erklärte Dr. Robert Wurm, warum nicht jede Verschattung unbedingt abgeklärt werden muss. 

Laut Leitlinien spricht man dann von einem isolierten Lungenrundherd, wenn die Verschattung einen Durchmesser von weniger als drei Zentimetern hat, komplett von Lungengewebe umgeben ist und weder eine Atelektase, ein verplumpter Hilus noch ein Pleuraerguss vorliegen. Das Spektrum möglicher Ursachen reicht von granulomatösen Infektionen, parasitären Erkrankungen, Bindegewebserkrankungen und gutartigen Tumoren bis hin zu Bronchialkarzinomen und Metastasen. Zur Prävalenz von Lungenrundherden finden sich in der Literatur ganz unterschiedliche Zahlen.

Die Häufigkeit hängt vor allem von der untersuchten Patientengruppe und der Auflösung des bildgebenden Verfahrens ab: In der ELCAP-Studie wurde mittels Thoraxröntgen bei sieben Prozent der untersuchten Raucher ein suspekter Knoten entdeckt. Durch Verwendung eines Low-dose-CTs konnte dieser Prozentsatz auf 23 Prozent gesteigert werden. Mit hochauflösenden Verfahren sieht man, dass sogar 50 Prozent aller gesunden Untersuchten einen oder mehrere Rundherde in der Lunge haben.

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