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Biomarker-Analyse am Wiener Forschungszentrum

Das „Core Lab 2“ des österreichischen Forschungszentrums CBmed wurde zum europaweit ersten Expert Center des Verbundes europäischer Biobanken BBMRI-ERIC ernannt.

Foto: MedUni Wien
Neues Core Lab von CBmed an der MedUni Wien eröffnet:
v.l.n.r.: Georg Steiner (CEO TissueGnostics), Thomas Pieber (CSO des K1-Kompetenzzentrums CBmed), Rektor Markus Müller, Robert Fasching (CBmed), Rudolf Oehler (Cbmed/MedUni Wien), Vizerektorin Michaela Fritz, Franz Wurm (MedUni Wien/Supervisory Board CBmed), Lukas Kenner (MedUni Wien)

 

Etablierung Patienten-orientierter Therapien

Am neu gegründeten Proteomik- und In-vivo-Imaging-Labor „Core Lab 2„, das in das Forschungszentrum CBmed (Center for Biomarker Research in Medicine) eingegliedert ist, werden Biomarker mit neuesten Methoden identifiziert, wobei der Fokus auf die Erforschung alternativer Krebstherapien gerichtet ist. Das Core Lab 2″ ist auf die Proteomik (Analyse sämtlicher Proteine einer Zelle) und In Vivo Imaging spezialisiert.

Bei einer Pressekonferenz an der Medizinischen Universität Wien am 8. Juli erklärte Thomas Pieber, wissenschaftlicher Leiter des CBmed, dass die Expertise auf dem Gebiet der Biomarker-Analyse auf universitärer Ebene mit dem Wissen auf industrieller Ebene verknüpft wird. So erarbeiten die Forscher am CBmed gemeinsam mit den Kooperationspartnern TissueGnostics GmbH und Merck Sharp & Dohme GmbH (MSD) Lösungen für neue Biomarker in der personalisierten Medizin, welche zunehmend die Arzneimittel-orientierte Medizin ablöst.

Patienten-orientierte Therapien setzen vor allem auf körpereigene molekulare Indikatoren wie Genprodukte, Enzyme, Hormone oder auch Amino- und Fettsäuren, um Diagnose und Behandlungswege neu zu designen.

Biomarker haben laut dem experimentellen Pathologen Lukas Kenner den großen Vorteil, dass häufige invasive Untersuchungen vermieden werden können. Sind passende Biomarker bekannt, lassen sich mithilfe des „In Vivo Imaging“ beispielsweise Tumore identifizieren. Zudem können Krankheitsprozesse oder die Wirkung von Medikamenten direkt sichtbar gemacht werden.

„Wenn wir Biomarker finden, die uns im Voraus sagen, ob die Therapie helfen wird oder nicht, wäre das ein Durchbruch, der auch enormes Einsparungspotential birgt – weil nur jene Menschen die Behandlung erhalten, bei denen sie bestimmt wirkt.“ Rudolf Oehler, MedUni Wien

CBmed GmbH

Eigentümer des CBMed sind neben der Medizinischen Universität Graz (43,5 Prozent) die Medizinische Universität Wien (20 Prozent), die TU Graz und Universität Graz, das Joanneum Research und das Austrian Institute of Technology. Dem Konsortium sind 34 Industrie- und 23 wissenschaftliche Partner beigetreten.

>> BBMRI.at: Biobanking and BioMolecular Resources Research Infrastructure Austria

Quelle: MedUni Wien, APA

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