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Was man in Österreich Qualitätsarbeit nennt

Wir dürfen, verspricht man, erfahren, wie es mit der Qualität der Spitäler aussieht. Ausgang war A-IQI (Aus­trian Inpatient Quality Indicators), ein Projekt zur bundesweit einheitlichen Messung von Ergebnisqualität. Ein Projekt mit langer Vorgeschichte.
Seit Jahrzehnten wird immer wieder beschlossen, eine systematische und transparente Qualitätsarbeit einzuführen. Ins Rollen kam der Stein erst 2009; damals erschien das Buch „Verschlusssache Medizin“, das sich mit einem geheimen Qualitätsbericht, der so gar nicht zur „Besten Behandlungsqualität“ passen wollte, beschäftigte. Sehr peinlich, daher musste die Politik was tun. In Deutschland wurden die G-IQI abgeschaut und aus dem G ein A gemacht. Und dann – blieb alles wieder unter Verschluss.

2013 wurde neuerlich fixiert, dass, jetzt aber wirklich, eine systema­tische und transparente Qualitäts­arbeit kommt.
2016 dann DER Meilenstein – jetzt kann sich jeder online über Ergebnisqualitäten informieren! Endlich! Was Gescheites hoffentlich? Ja, was Gescheites – nicht gerade für Patienten, aber für die, die sicherstellen, dass niemand durch Fakten verwirrt wird. Beispiel: Rottenmann erfüllt alle Qualitätskriterien rund um die Geburt. Was nicht schwer ist, weil nur gefragt wird, ob Verweildauer, Anteil der natürlichen Geburten und Tagesklinik-Anteil in der Nähe des Bundesdurchschnitts liegen. Paradoxerweise schafft das die Uniklinik in Graz nicht – ist also schlechter, suggeriert man.

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