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Molekulares Verständnis über Glioblastom

Grazer Pathologen vermuten, dass eukaryotische Translations-Inititationsfaktoren (eIF) bei der Entstehung des Glioblastoms eine bedeutende Rolle spielen.

Foto: ESP European Society of Pathology
Johannes Haybäck wurde am 9. September 2015 beim 27. European Congress of Pathology in Belgrad für die Erforschung molekularer Strukturen von Gehirntumoren mit dem ersten Preis für die beste wissenschaftliche Präsentation ausgezeichnet.

Grazer Forscher gewannen neue Einblicke in den Entstehungsmechanismus des Glioblastoms. Womöglich sind eukaryotische Translations-Inititationsfaktoren für die Entstehung von Bedeutung.

Ein Wissenschaftlerteam um Johannes Haybäck von der Abteilung für Neuropathologie am Institut für Pathologie der Med-Uni Graz vermutet, dass eukaryotische Translations-Inititationsfaktoren (eIF) bei der Entstehung des Glioblastom eine bedeutende Rolle spielen, teilte die Med-Uni Graz mit. Denn auch wenn sich ein Glioblastom oft fast vollständig entfernen lässt, verbleiben fast immer einige maligne Tumorzellen im Patienten.

Grazer Forscher entschlüsseln Entstehungsfaktoren

Bislang konnten 12 „core“ eIFs charakterisiert werden, die unterschiedliche Funktionen in der Zellteilung bzw. dem Zellwachstum einnehmen und zur Entstehung von Tumoren beitragen können, wobei einige tumorsuppressive Eigenschaften haben und andere die Karzinogenese in diversen Krebsarten fördern. Durch Analysen von humanem Tumorgewebe, Zellkulturexperimente und molekularpathologischen Untersuchungen konnte das Grazer Forschungsteam wesentliche Moleküle und deren funktionelle Einbettung in der Tumorentwicklung aufklären.

„Wenn wir endgültig wissen, wie die einzelnen Faktoren ineinandergreifen und wir Faktoren finden, die zentral wichtig sind, dann könnten aufgrund dieser Zielstrukturen maßgeschneiderte Wirksubstanzen entwickelt werden. Johannes Haybäck

Quelle: MedUniGraz, APA

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