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Laser identifiziert Hirntumorzellen

Bereits während einer Operation zur Entfernung eines Gehirntumors identifizierten Londoner Neurochirurgen durch den Einsatz von Licht krebskrankes Gewebe. Zudem kam bei der Gewebeentfernung auch ein iKnife zum Einsatz, das – wie auch der Laser – die divergierenden Signaturen von krankem und gesundem Gewebe erkennt.

© 2015 Imperial College Healthcare NHS Trust
Insbesondere bei Operationen am Gehirn ist es laut dem Neurochirurgen Babar Vaqas, der einen innovativen Versuch am Charing Cross Hospital leitete, zufolge wichtig, ausschließlich krankes Gewebe zu entfernen.

 

Einem Team am Londoner Charing Cross Hospital gelang es als ersten europäischen Chirurgen, abnormes Gewebe noch während einer Operation zur Entfernung eines Gehirntumors zu erkennen. Die eingesetzte Lasertechnik kann bereits während einer Gehirntumor-Operation krebskrankes von gesundem Gewebe unterscheiden.

Raman-Spektroskopie zur Analyse der Lichtreflexion

Einem Bericht der BBC zufolge wandte ein Team aus Neurochirurgen unter der Leitung von Babar Vaqas am Londoner Charing Cross Hospital eine nicht-invasive Methode an, mit der ausschließlich kanzerogenes Gewebe aus dem Gehirn des 22-jährigen Reuben Hill entfernt werden konnte.

Bei der bereits im kanadischen Montreal angewandten Methode des kanadischen Biotech-Unternehmens Verisante Technology wird gebündeltes Licht eingesetzt. Bei der Analyse der Lichtreflexion kommt die Raman-Spektroskopie zum Einsatz, wodurch ein unnötiger Schnitt ins Gewebe obsolet wird.

Während der Operation wandten die Neurochirurgen auch ein „iKnife“ an. Dieses Skalpell erzeugt während des Schneidens Rauch, welcher umgehend analysiert wird und Informationen über Veränderungen des Gewebes liefert.

Quelle: Imperial College, BBC, APA

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