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Dr. Kühnel-Rouchouze im Einsatz gegen Ebola

WIEN/SIERRA LEONE – Auf humanitären Einsatz nach Westafrika zu gehen und dem Ebola-Virus entgegenzutreten, dazu bedarf es besonderen Mutes. Dr. Michael Kühnel-Rouchouze, Allgemein-, Notfall- und Tropenmediziner in Wien, erklärt im MT-Interview, warum der Nutzen, den man vor Ort als Mediziner bringen kann, für ihn das Risiko wert ist.

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Dr. Michael Kühnel-Rouchouze hat in Sierra Leone humanitäre Mitarbeiter geschult, wie sie – ohne sich zu gefährden – Ebola-Tote begraben können. Demnächst entscheidet sich, ob er nach Afrika zurückkehrt.
MT: Herr Dr. Kühnel, Sie waren für das Rote Kreuz mehrere Monate in Sierra Leone, in Kailahun. Welche Fragen stellen Ihnen – zurück in Österreich – Arztkollegen am häufigsten zu Ihrem Einsatz?

Dr. Kühnel: Lustigerweise teilweise immer noch, ob ich eh nicht infektiös bin. Nämlich auch dann, wenn Sie wissen, dass ich mittlerweile seit knapp zwei Monaten zurück in Österreich bin. Und obwohl man annehmen könnte, dass sie als Mediziner informiert sind, dass die Inkubationszeit zwei bis 21 Tage beträgt. Daran merkt man die Unsicherheit und Angst, die selbst vor Kollegen in Österreich nicht Halt macht.

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