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Serie Vorsorgemedizin in Österreich V: Neugierig auf die Psyche sein

Dr. Bernhard PanhoferPatienten schildern psychische Probleme meist nicht diagnosegerecht, fast immer heben sie somatische Beschwerden hervor.

Belastungen im Schul- und Arbeitsalltag, (Cyber-)Mobbing, Anstieg der Arbeitslosigkeit, Gewalt in der Familie: Die Palette an psychischen Belastungen, denen Patienten heute ausgesetzt sein können, ist groß. Das macht deutlich, wie wichtig Prävention, Gesundheitsförderung und rechtzeitige Hilfe bei psychischen Erkrankungen sind – zumal diese in unserer Gesellschaft nach wie vor tabuisiert werden.
Der öffentliche Diskurs über psychische Erkrankungen wird vor allem von Problemen der Arbeitswelt dominiert. Tatsächlich gelten sie in Österreich als vierthäufigste Ursache bei den Krankenständen. Jährlich sind etwa 78.000 Menschen aufgrund psychischer Leiden arbeitsunfähig. Insgesamt sind allerdings etwa 250.000 Österreicher (ca. drei Prozent der Bevölkerung) jährlich von schweren psychischen Störungen betroffen. Und: Knapp mehr als die Hälfte aller Betroffenen ist älter als 60 Jahre.

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