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Wirtschaft: Erfolgreiche Apotheken

ApothekeWIEN – Sinkende Kassenspannen, Arzneimittelversandhandel und diverse Drogeriemarktketten setzen Apotheken zunehmend unter Druck. Eine Untersuchung der Medizin Medien Austria zeigt, dass der Erfolg einer Apotheke nicht ausschließlich von der Lage abhängig ist. Kundenbindung heißt der Schlüssel zum Erfolg.

„Die Lage ist nicht alles“, eröffnete MMag. Lisa Ziniel, Medizin Medien Austria, ihren Vortrag anlässlich eines IGEPHA Themenfrühstücks. So hat die Lage zwar einen gewissen Einfluss auf den Umsatz einer Apotheke, dennoch kommt es immer wieder vor, dass z.B. zwei Apotheken, die an derselben Einkaufstraße liegen, unterschiedlich hohe Umsätze generieren.
Auch Stadtnähe kann einer Apotheke helfen, mehr Umsatz zu generieren. Das liegt in den meisten Fällen weniger an der Zahl der Menschen, die in der Nähe der Apotheke wohnen, sondern an der Zahl der Ärzte in der Umgebung. So haben Apotheken mit einem Jahresumsatz von mehr als drei Mio. Euro im Schnitt 37 Ärzte in ihrem näheren Umfeld. Bei Apotheken mit zwei bis drei Mio. Jahresumsatz befinden sich durchschnittlich 31 Ärzte im Umfeld und bei Apotheken mit weniger als zwei Mio. Euro Jahresumsatz rund 29 Mediziner.
Als tatsächliche Frequenzbringer für Apotheken kristallisierten sich, neben der Zahl der Ärzte, aber auch folgende Faktoren heraus:

  • Zahl der Bürogebäude im Umfeld
  • Anzahl der Groß- und Einzelhandelsgebäude im Umfeld
  • Krankenhäuser
  • Altersheime im Umfeld

„Wir sehen immer wieder, dass das Zusammenspiel zwischen Arzt und Apotheke wichtiger wird“, berichtete Ziniel. So sind OTC-affine Ärzte auch für die Apotheken in ihrem Umfeld ein Umsatzbringer.

Tabelle

Erfolgsfaktor Marketing

„Erfolgreiche Apotheken sind kein Zufall“, fasste Ziniel die Ergebnisse ihrer Untersuchung zusammen. So entpuppte sich Kundenbindung als das beste Erfolgskonzept. Apotheken mit einem sehr hohen Umsatz haben in der Regel mehr Marketingschwerpunkte als Apotheken mit einem niedrigeren Umsatz. Sie verfügen meist über Kundenangebote wie Instore TV, eigene Beratungstische, Kosmetikberatung, Kundenkarte,Kundenzeitschrift/ Newsletter etc. (siehe Grafik). Auch die neuen Medien werden von Apotheken mit einem hohen Umsatz sehr gerne angenommen. So verfügen 81 Prozent der Apotheken mit mehr als drei Mio. Euro Jahresumsatz über eine eigene Homepage. Zum Vergleich: Von den Apotheken mit weniger als zwei Mio. Euro Jahresumsatz sind nur 45 Prozent im Internet vertreten.

TAS

Quelle: IGEPHA Themenfrühstück „Apotheke im Fokus“; Wien, 7. März 2014

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