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Impftag 2023

Prävention von RSV-Infektionen

Akronym RSV (Respiratory Syncitial Virus) auf bunten Holzwürfeln

Derzeit ist die passive Immunprophylaxe mit monoklonalen Antikörpern noch die einzige Möglichkeit, Risikokinder vor einer RSV-Infektion zu schützen. Die aktive Impfung von Schwangeren, Säuglingen und älteren Personen dürfte aber nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der Rebound-Effekt nach der Covid-19-Pandemie sorgte in diesem Winter dafür, dass ungewöhnlich viele Kinder am Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) erkrankten und um den Jahreswechsel Kinderartpraxen und Spitalsambulanzen landesweit an der Grenze ihrer Belastbarkeit waren. Erschwert wurde die epidemiologische Situation durch das Zusammentreffen von RSV mit anderen saisonalen Atemwegserregern wie dem Influenzavirus, dem Parainfluenzavirus, dem Metapneumovirus oder SARS-CoV-2. Während des Erkrankungsgipfels konnten in bis zu 20 Prozent der eingesandten Sentinelproben von ambulanten Atemwegserkrankungen RS-Viren nachgewiesen werden. Da das einzelsträngige RNA-Virus uns jedes Jahr heimsucht, sind die meisten Personen durch eine präexistierende Immunität vor der saisonalen Infektion geschützt. Gefährdet sind vor allem Menschen am Anfang und am Ende ihrer Lebensspanne: RSV-Infektionen betreffen in erster Linie Säuglinge, die noch keinen Immunschutz haben, und Erwachsene über 60 Jahren, deren Immunität durch Komorbiditäten und Immunalterung beeinträchtigt ist.

Zell-zu-Zell-Übertragung

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