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Magenkarzinom

Immuntherapie mit doppelter Checkpoint-Blockade

Medizinische Röntgendarstellung von Magenkrebs - Magentumor

Bei Patient:innen mit resezierbarem Karzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs ist der instabile Mikrosatelliten-Status (MSI high) ein prädiktiver Marker für das Ansprechen auf eine Immuntherapie. In der INFINITY-Studie wurde mit einer Dosis des CTLA4-Inhibitors Tremelimumab plus dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab hohe Ansprechraten mit tiefen Remissionen induziert.

In der einarmigen Phase-II-Studie wurden in Kohorte 1 Patient:innen mit hochgradiger Mikrosatelliteninstabilität (MSI high) oder defizienter Mismatch-Reparatur (dMMR) neoadjuvant mit einer Dosis Tremelimumab (300mg) und drei Zyklen Durvalumab (1.500mg, q4w) behandelt. Der primäre Endpunkt war die pathologische Rate an Komplettremissionen (pCR) mit negativer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA). Insgesamt wurden 18 Patient:innen in Kohorte 1 eingeschlossen, von denen 15 bezüglich des primären Endpunkts ausgewertet werden konnten. Die Patient:innen waren median 71,5 Jahre alt und wiesen in 78% der Fälle ein Magenkarzinom bzw. in 22% ein Karzinom des gastroösophagealen Übergangs auf. Neun von 15 Patient:innen (60%) zeigten ein pCR und zwölf von 15 Patient:innen (80%) ein gutes bis komplettes pathologisches Ansprechen mit <10% lebenden Zellen. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 13,4 Monaten waren zwei der Tumoren progredient. Ein/e Patient:in war aufgrund des Tumorprogresses (n=1) und drei aufgrund von späten Operationskomplikationen (n=2) bzw. einem sekundären primären Hirntumor (n=1) verstorben.

Vielversprechende Tumoraktivität

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