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HIV-Therapie: Statt täglich nur mehr alle zwei Monate

Impfstoffflasche und Spritzeninjektion zur Vorbeugung und Behandlung von Virusinfektionen. Medizinisches Personal bereitet Impfstoffe für die medizinische Behandlung vor.

Seit Anfang des Jahres ist die HIV-Kombinationstherapie Vocabria® plus Rekambys® in der gelben Box und wird somit rückerstattet. Diese Behandlung ist die bisher einzige, bei der Patient:innen nur sechsmal pro Jahr Injektionen erhalten versus der bisherigen täglichen Tabletteneinnahme.

„Bis 2022 waren in Österreich orale Therapeutika (single tablet regiments) der gängige Standard zur Behandlung einer HIV-Erkrankung“, erklärt der HIV-Experte Univ.-Prof. Dr. Alexander Zoufaly, Leiter des Tropeninstituts Wien. Diese müssen mindestens einmal täglich eingenommen werden, je nach Präparat zu unterschiedlichen Bedingungen. Eine Kombinationstherapie aus Vocabria® (Cabotegravir), einem Integrasehemmer von ViiV Healthcare, und Rekambys® (Rilpivirin), einem Reverse-Transkriptase-Inhibitor von Janssen, ist die erste und bisher einzige HIV-Therapie, die für Patient:innen nicht mehr eine tägliche Tabletteneinnahme bedeutet. Diese Behandlung kann Patient:innen angeboten werden, die sechs Monate lang keine nachweisbare Viruslast aufweisen und bei denen keine Resistenzen gegen einen der beiden Wirkstoffe vorliegen. Anstatt der täglichen Tablette wird diese Therapie alle zwei Monate in einer HIV-Klinik von geschultem medizinischem Personal intramuskulär in den Gluteus maximus injiziert. Seit Anfang des Jahres werden die Kosten auch rückerstattet.

Patient:innen wünschen sich Alternative zur täglichen Tablette

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