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Resistente und refraktäre Migräne: Die aktuellen Kriterien treffen gut

Aufnahme einer jungen Frau, die sich aufgrund von Schmerzen zu Hause den Kopf hält

Eine internationale Studie evaluierte die 2020 Kriterien der European Headache Federation für die Diagnose der resistenten und refraktären Migräne in einem klinischen Alltagssetting und gelangte zu dem Ergebnis, dass Patient:innen, die in diese Kategorien fallen, tatsächlich schwerer durch die Migräne belastet werden als Betroffene, bei denen keine der beiden Diagnosen gestellt wurde.

Die Europäische Kopfschmerzgesellschaft (European Headache Federation – EHF) publizierte vor zwei Jahren neue Kriterien für die Diagnose der resistenten und refraktären Migräne. Eine resistente Migräne besteht, wenn mindestens drei Klassen prophylaktischer Medikamente versagt haben, wenn der Kopfschmerz an mindestens acht Tagen im Monat auftritt und wenn die Symptomatik über mindestens drei Monate besteht. Von refraktärer Migräne spricht man, wenn alle Klassen prophylaktischer Medikamente versagt haben, wenn Kopfschmerzen an mindestens acht Tagen im Monat auftreten und wenn die Symptomatik über mindestens sechs Monate besteht.* Die Real-Life-Studie on Resistant and Refractory Migraine (REFINE) wurde ins Leben gerufen, um diese Definitionen in einem Real-Life-Setting zu evaluieren und um die Entwicklung von Patient:innen besser zu verstehen, bei denen eine resistente oder refraktäre Migräne diagnostiziert wurde. Im Rahmen des diesjährigen EHC präsentierte Valeria Caponnetto von der Universität L’Aquila die Ergebnisse einer Interims-Analyse.

Studie an 15 Zentren in ganz Europa durchgeführt

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