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Grazer Fortbildungstage

Immer mehr Allergien

Pollenkorn, das in der Frühjahrssaison von Birkenkätzchen fliegt

Die Europäische Akademie für Allergologie und Immunologie geht davon aus, dass im Jahr 2050 bereits die Hälfte der Weltbevölkerung unter Allergien leiden wird. Was sind die Gründe für die steigende Prävalenz und wie kann dieser Entwicklung entgegengesteuert werden?

In der österreichischen Gesundheitsbefragung 2019 rangierten Allergien mit 1,7 Millionen Betroffenen hinter Kreuzschmerzen bereits auf Platz zwei der Liste der chronischen Erkrankungen. Allergien sind aber viel mehr als nur eine häufige Erkrankung: Sie sind vor allem auch ein Indikator für eine tiefergreifende Störung der Umwelt, also ein klassisches One-Health-Problem. „Mit diesem Konzept wird die enge Verknüpfung von menschlicher Gesundheit mit der Gesundheit von Tieren, Pflanzen und unserer Umwelt beschrieben“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, Abteilung für Comparative Immunologie und Onkologie, Medizinische Universität Wien. Die Summe aller Umweltfaktoren, die unsere Gesundheit beeinflussen, nennt man Exposom. Wichtige Parameter, die zur steigenden Allergieprävalenz beitragen, sind die Klimakrise mit der globalen Erwärmung, die zunehmend industrialisierte Ernährung, soziale Faktoren, aber auch Arzneimittel und Infektionen.

Die Rolle des Mikrobioms

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