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ÖGP-Kongress 2022

Daten zum schweren allergischen Asthma

Pneumologie und Asthmaerkrankungen. Winzige Charaktere bei riesigen Lungen und Inhalatoren, Untersuchung und Behandlung des Atmungssystems

Mit der Verfügbarkeit des monoklonalen Antikörpers Omalizumab, der gegen zirkulierendes Immunglobulin E gerichtet ist, kann bei vielen Patient:innen mit schwerem allergischem Asthma eine deutliche Symptomverbesserung erzielt werden. In einer retrospektiven Studie wurde die Versorgung der Patient:innen in Österreich untersucht.

Asthma wird heutzutage als ein breites Spektrum an klinischen Präsentationen (Phänotypen) mit unterschiedlichen Pathomechanismen verstanden. Allergisches Asthma gilt als häufigste Asthmaform bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bis zu 50 Prozent der Bevölkerung weisen eine Sensibilisierung gegen ein Inhalationsallergen auf und bis zu 30 Prozent haben eine klinisch manifeste Allergie.1 Die Prävalenz von Asthma (ISAAC-Kriterien) in Österreich beträgt 4,4–6,4 Prozent bei Kindern und Jugendlichen.2 Der Anteil der Asthmatiker:innen mit einer schweren Verlaufsform wird auf ca. 2,7 Prozent geschätzt.3

Die Intensität der medikamentösen Behandlung wird je nach Asthma-Kontrolle (Symptom-basiert) anhand eines Stufenplanes angepasst. Beim schweren allergischen Asthma ist in der Therapie-Stufe 5 die Anti-IgE-Therapie, neben der Phänotyp-unabhängigen inhalativen Triple-Therapie (ICS+LABA+LAMA), die primäre Wahl um eine Therapie mit oralen Kortikosteroiden unbedingt zu vermeiden. Ein wichtiger Biomarker für die Indikationsstellung einer Anti-IgE-Therapie ist das Gesamt-IgE im Serum (gIgE). In einer aktuellen Auswertung des International Severe Asthma Registry (ISAR) aus zehn Staaten wurden bei 59 Prozent der Patient:innen mit schwerem Asthma ein erhöhtes gIgE gefunden (≥75kU/L).4

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