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ÖGIM 2022

Pulmologie: Neues von der idiopathischen Lungenfibrose

Lungenschmerzen

Eine vorgestellte rezente Phase-II-Studie1 publiziert im New England Journal of Medicine zeigte vielversprechende Ergebnisse in Hinblick auf den Erhalt der Lungenfunktion bei der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und dem Stopp fibrotischer Prozesse.

IPF – eine Orphan Disease?

Die IPF zählt eigentlich zu den „orphan diseases“, da diese äußerst selten ist. Eine seltene Krankheit ist per definitionem ein Zustand, der landesweit weniger als 200.000 Menschen betrifft. Zu den Risikofaktoren der IPF zählen vor allem das Geschlecht (70–80% männlich), das Alter >65a und der Raucherstatus (70% Ex-Raucher bzw. Raucher). „In dieser Patientenpopulation ist diese Erkrankung aber häufig mit 1:100 bis 1:200, weswegen auch eine korrekte Diagnosestellung für eine erfolgreiche Behandlung unabdingbar ist,“ so Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Studnicka, Vorstand der Universitätsklinik für Pulmologie/Lungenheilkunde am Universitätsklinikum Salzburg. Er führte in diesem Zusammenhang weiter aus: „Ich glaube, dass wir sehr oft den Fehler machen und Patienten mit einer COPD fehldiagnostizieren. Dabei wird die IPF außer Acht gelassen.“ Es ist jedoch wichtig, dass die Lungenfunktion so lange wie möglich erhalten bleibt und die fibrotischen Prozesse aufgehalten werden. In Studien wird bereits untersucht, ob dies möglich ist.

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