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Darmkrebs

Koloskopie und ihre Wirkung auf das Darmkrebsrisiko

Menschen, die eine Vorsorgekoloskopie machen lassen, haben ein geringeres Risiko an Darmkrebs zu erkranken und zu sterben als jene, die keine Koloskopie hatten – allerdings ist der Unterschied in den Gruppen moderat.

Die Koloskopie wird als Goldstandard in der Darmkrebsfrüherkennung bezeichnet. Sie dient nicht nur der Früherkennung, sondern auch der Krebsvorsorge, Diagnose und Therapie und ist daher ein wichtigstes Screening-Instrument. Eine Vorsorgekoloskopie wird in Österreich jedem Mann und jeder Frau ab dem 50. Lebensjahr bezahlt, denn es erkranken jährlich noch immer rund 5000 Menschen an Dickdarmkrebs, rund 2500 sterben daran. Nun wurden die Ergebnisse der ersten randomisierten Studie hinsichtlich der Wirkung der Koloskopie auf das Darmkrebsrisiko und den damit einhergehenden Todesfällen publiziert.

84.585 Probanden im Alter von 55 bis 64 Jahren aus Polen, Norwegen und Schweden, die noch nie eine Koloskopie hatten, nahmen an der NordICC-Studie (Northern-European Initiative on Colon Cancer) nahmen. Nun wurden die ersten Follow-up-Daten im New England Journal for Medicine veröffentlicht. Bisherige Studien hatten den Nutzen von Koloskopien in Beobachtungsstudien gemessen. Sie blicken also auf retrospektive Daten zurück und verglichen, wie oft Darmkrebs bei Personen diagnostiziert wird, die eine Koloskopie erhielten, im Vergleich zu jenen, die diese nicht in Anspruch nahmen.

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